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Bornaer Kameraden sind fit am Hydraulikschneider und beim Feiern

Bornaer Kameraden sind fit am Hydraulikschneider und beim Feiern

Ein bisschen Wasser ist für Feuerwehrleute kein Problem. Es ist ja ihr wesentliches Hilfsmittel. Und so feierten die Bornaer am Wochenende ausgiebig das 145-jährige Bestehen ihrer Wehr, auch wenn es immer wieder regnete.

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Technikschau auf der Apfelwiese: Zum Fuhrpark der Bornaer Feuerwehr gehört nun auch das am Sonnabend übergebene Hilfeleistungslöschfahrzeug 20.

Quelle: Nicole RathgeScholz

Borna. Zunächst vergnügten sich am Freitagabend die Kameraden und die geladenen Gäste gemütlich im Stadtkulturhaus. Am Sonnabend kam dann die Öffentlichkeit in den Genuss von zahlreichen Attraktionen. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) eröffnete das Fest am Vormittag und übergab offiziell das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 an die Feuerwehr der Stadt. Gleichzeitig konnten die Gäste auf der Apfelwiese historische Fahrzeuge und Hilfsmittel wie Handspritzen, aber auch die neusten Gefährte unter die Lupe nehmen und sich über ihre Aufgabe und Verwendung informieren.

"Wir präsentieren mit vier Fahrzeugen sowie zwölf Mitgliedern und der Jugendabteilung unsere Arbeit", berichtete Roy Jerabek vom Technischen Hilfswerk Borna. "Wir wollen damit zeigen, dass wir in den letzten Jahren mit der Feuerwehr Hand in Hand agieren und so unsere Solidarität demonstrieren." Am Nachmittag boten die Feuerwehrleute zahlreiche Vorführungen. Dazu gehörte auch eine Eimerkette. Und die Jugendfeuerwehr kam zum Einsatz und zeigte ihr Gelerntes bei einem Löschangriff. Für Ordnung und Sauberkeit sorgte "Hauptmann" Andreas Holleritt in einer Uniform aus früherer Zeit. "Ich bin eingeladen worden, denn auch die DDR-Geschichte gehört dazu. Ich bin seit 23 Jahren in diesem Kostüm unterwegs und freue mich, wenn die Leute Fotos mit mir machen wollen und ich ihnen einiges über die damalige Zeit erzählen kann", sagte der 57-jährige Bornaer. Mit von der Partie war Rudi Zschämisch als Verkehrspolizist von anno dazumal, der mit einem Lada anreiste. Während die Kinder auf dem Gelände mit kleinen Bobbycars umherfuhren, ließen sich vor allem die Mädchen beim Kinderschminken in Prinzessinnen und Katzen verwandeln.

"Ich bin zufrieden mit der Besucherzahl, und bisher läuft auch alles wie geplant", erklärte Wehrleiter Kai Noeske. Natürlich bedauerte er den andauernden Nieselregen. Der Veranstaltung aber tat das keinen Abbruch. Die Einheimischen und weitere Besucher wollten einen Einblick in den Alltag der Kameraden bekommen. Bei der Rettungsvorführung gegen 16 Uhr auf der Röthaer Straße drängten sich Hunderte Besucher. Sie wollten mit eigenen Augen sehen, wie eine eingeklemmte Person aus einem Wrack mittels hydraulischer Technik befreit wird. "Ich habe mich freiwillig als Opfer gemeldet", sagte Feuerwehrfrau Katrin Taetz. "Es war eine ungewohnte Situation, selbst in dieser Rolle zu sein anstatt der Helfer. Aber ich habe mich gut betreut gefühlt." Die Besucher waren begeistert. "Ich finde es eine gute Idee, den Leuten mal zu zeigen, was bei so einer Hilfeaktion vor Ort passiert. So bekommt man selber mal einen Eindruck", lobte Bianca Ohnesorge aus Borna. Susan Thielemann gefiel die Vielfalt der zahlreichen Angebote, die sich die Kameraden hatten einfallen lassen. "Für die Kinder ist die Feuerwehr natürlich immer faszinierend, die wollen alles ausprobieren. Aber auch für uns Erwachsene war es einmal interessant zu sehen, wie die Feuerwehrleute arbeiten."

Am Abend luden die Floriansjünger zur großen Party. Trotz des Wetters kamen erneut Hunderte. So viele, dass der Platz im riesigen Festzelt gar nicht reichte und zusätzlich noch Schirme aufgestellt wurden. "Die Stimmung war genial, die Band war super. Es wurde getanzt bis in die Nacht", war Besucherin Mandy Volkmann hin und weg. Gestern ging es mit Vorführungen und Frühschoppen weiter. Am Nachmittag gab es einen großen Festumzug durch die Innenstadt und anschließend Kaffee und Kuchen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2014
Nicole Rathge-Scholz

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