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Borna Bornaer Kirchencafé Offenkundig schließt im September
Region Borna Bornaer Kirchencafé Offenkundig schließt im September
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09:00 03.02.2017
Das Ende einer Ära – nach zehn Jahren schließt das Kirchencafé Offenkundig Ende September. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Das Kirchencafé Offenkundig hat sich mit seinen Mittwochsveranstaltungen und dem gemütlichen, familiären Ambiente in den letzten zehn Jahren zu einer kleinen Institution in der Bornaer Innenstadt gemausert. Nun hat der Verein den Mietvertrag für die Räumlichkeiten gekündigt. „Aber nicht, weil uns das Geld ausgegangen ist“, betont Regina Streller. Die 60-Jährige ist die Vorsitzende, war von der ersten Stunde an dabei. Nun kann sie aus beruflichen Gründen die Vorstandstätigkeit nicht mehr ausüben. So geht es auch zwei weiteren Mitstreiterinnen. „Wir haben versucht, Nachfolger zu finden. Leider ist uns das nicht gelungen“, erklärt sie.

Bereits im Herbst wurden die Vereinsmitglieder über die Situation informiert, bis Ende Januar des aktuellen Jahres hatten Streller und Co. gehofft, dass sich jemand findet, der einspringt. Am Mittwochabend wurde bei einer Mitgliederversammlung im Offenkundig entschieden, den Mietvertrag fristgerecht zu kündigen. „Das tut natürlich weh“, sagt sie. Während sie spricht, ringt sie immer wieder um Fassung. Das Kirchencafé, das in den letzten zehn Jahren nicht nur Menschen evangelischer Glaubenszugehörigkeit sondern auch viele andere angezogen hat, ist für Streller eine Herzensangelegenheit. „Ich hänge sehr daran, es ist fast wie ein Kind“, bringt sie ihre Gefühle zum Ausdruck. „Aber wie heißt es so schön – alles hat seine Zeit.“

Und die Zeit des Kirchencafés war trotz zwischenzeitlicher Sorgen eine sehr erfolgreiche. Ursprünglich war das Projekt nur auf die Dauer von zwei Jahren angelegt. Ziel war es „rauszugehen“, erinnert sich Matthias Weismann, Superintendent im Kirchenbezirk Leipziger Land. „Und das ist uns gelungen“, ergänzt Streller. Sie ist stolz auf das, was geschaffen wurde. Und dieser Stolz überwiegt die Wehmut. „Wir werden im Offenkundig bis zum Ende arbeiten und wir werden das zehnjährige Jubiläum öffentlich feiern“, kündigt sie an.

Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere, heißt es. So sehen Weismann und Streller dem Ende des Offenkundig entgegen. Denn das sanierte Gemeindehaus mit dem neuen Anbau bietet bisher nicht dagewesene Möglichkeiten. „Wir werden einen großen hellen Saal haben – mit dazugehörigen Sanitäranlagen und einer Küche. Fast 100 Leuten finden dort Platz“, freut sich der Geistliche. Diesen Raum zu mieten, würde jedem, der Lust und Laune hat, freistehen. Außerdem könnten dort Veranstaltungen stattfinden. Der Gedanke der Öffnung nach Außen hin, mit dem die Idee des Offenkundig geboren wurde, würde auch Raum im neuen Gemeindehaus finden. „Wir können nicht alles mitnehmen, aber es wird auch nicht alles verschwinden“, so Weismann.

Von Nathalie Helene Rippich

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