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Borna Bornaer Klinik plant Landeplatz auf dem Dach und weitere Pkw-Stellplätze
Region Borna Bornaer Klinik plant Landeplatz auf dem Dach und weitere Pkw-Stellplätze
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11:05 02.09.2016
Rettungshubschrauber sollen künftig auf dem Dach eines geplanten neuen Funktionsgebäudes auf dem Gelände der Sana-Klinik Borna landen. Quelle: Marko Förster
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Borna

An der Bornaer Sana-Klinik herrscht latente Parkplatznot. 540 Stellflächen für Pkw hören sich zwar viel an – doch sie befinden sich erstens an verschiedenen Standorten, und sie sind zweitens für mehrere Hundert Mitarbeiter, Patienten und Besucher täglich kaum ausreichend. Um den Engpass kurzfristig zu beheben, ist in diesem Jahr bereits ein Übergangsparkplatz mit knapp 50 Stellplätzen nördlich der Pawlowstraße geschaffen worden, einige Gehminuten entfernt. Eine langfristige Verbesserung könne aus Sicht der Klinik jedoch nur mit dem Bau eines Parkhauses beziehungsweise eines Parkplatzes einschließlich einer Neuordnung der Stellflächen auf dem Klinikgelände erzielt werden.

„Parkplatzsituation ist unbefriedigend“

Schon längere Zeit spielt das Thema im Bornaer Stadtrat eine Rolle. Anfang März hatte das Gremium die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen und vergangene Woche gab er nun dem Vorentwurf des B-Planes „Klinikum Rudolf-Virchow-Straße“ seine Zustimmung. Darin heißt es: „Die Parkplatzsituation ist unbefriedigend... und es besteht akuter Handlungsbedarf“. Das Plangebiet umfasst nun eine Gesamtfläche von 8,4 Hektar – inklusive des Klinikgeländes östlich der Virchow-Straße mit 6,6 Hektar, der Virchow-Straße selbst mit 0,3 Hektar sowie einer Erweiterungsfläche westlich der Virchow-Straße mit 1,5 Hektar. Dort sollen die neuen Stellplätze entstehen.

Im Vorentwurf sind dafür zwei Varianten aufgeführt: ein Parkhaus mit einer Kapazität von 400 Stellplätzen, verteilt auf fünf bis sechs Ebenen, die das Geländegefälle von rund acht Metern ausnutzen. Die Einfahrt könne aus der Rudolf-Virchow-Straße erfolgen, die Ausfahrt über die westliche Pawlowstraße. Variante 2 beschreibt einen ebenerdigen Parkplatz mit 300 Stellplätzen ausschließlich für die Mitarbeiter, der über die Pawlowstraße erschlossen wird. Für den Sicht-, Staub- und Lärmschutz zu den benachbarten Wohnhäusern sollen Gehölze und Sträucher gepflanzt werden.

Hubschrauberlandeplatz kommt aufs Dach

Ferner sind im Innenbereich des Klinikgeländes eine „moderate Erweiterung“ mit Umbau-, Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen vorgesehen, um „eine wirtschaftliche Betreibung der Einrichtung zu ermöglichen und zur Sicherung der medizinischen Versorgung beizutragen.“ Dazu gehöre als einer der ersten Schritte die Erweiterung des Hauses L, in dem derzeit die Notfallambulanz und die modernen OP-Säle untergebracht sind, durch einen Funktionsbau. Auf dessen Dach soll relativ kurzfristig der neue Hubschrauber-Landeplatz entstehen, „um interne Abläufe in der Intensivmedizin zu optimieren“, heißt es im Planentwurf. Der derzeitige ebenerdige Landeplatz entfalle damit und die Fläche stehe für andere Funktionen zur Verfügung. Darüber hinaus soll mit dem Rückbau der Häuser H (Infektionshaus) und I (ehemaliges Frühchenhaus) ebenfalls Platz für neue Gebäude geschaffen werden.

Wann die Sana-Klinik als Bauträger ihre Pläne letztlich umsetzen kann, ist vom Werdegang des B-Planverfahrens abhängig. „Wir müssen die ganze Tippeltappeltour gehen“, erklärte dazu die Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke).

Die Sana-Kliniken Leipziger Land sind ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. Die Standorte Borna und Zwenkau verfügen zusammen über 490 Betten in elf bettenführenden Fachabteilungen mit zwölf chefarztgeführten Kliniken und Instituten. Pro Jahr werden etwa 27 000 Patienten stationär behandelt. In Borna und Zwenkau arbeiten etwa 1000 Mitarbeiter, rund 200 davon sind Ärzte.

Von Kathrin Haase

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