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Borna Bornaer Markt wird abgesperrt: Autos bleiben draußen
Region Borna Bornaer Markt wird abgesperrt: Autos bleiben draußen
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05:01 02.04.2018
Händler kommen mit ihren Fahrzeugen auch in Zukunft auf den Markt. Andere Fahrzeuge allerdings nicht mehr. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Noch vor dem Sommer wird der Bornaer Marktplatz abgepollert. Das hat Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) jetzt angekündigt. Die Befahrung des als Fußgängerbereich geltenden Areals sei künftig nicht mehr erlaubt. Damit erteilt die Rathauschefin zugleich dem Vorstoß des stellvertretenden Gewerbevereinsvorsitzenden Thoralf Lang eine Absage, der vorgeschlagen hatte, die Reichsstraße von Autos im Schritttempo befahren zu lassen. Dagegen spricht sich auch der SPD-Ortsverein Borna und Umgebung aus.

Immer wieder fahren Autos auf den Markt

Konkret soll durch bauliche Veränderungen verhindert werden, dass Autos von der Westseite aus auf den Platz vor dem Rathaus fahren können. Grund dafür ist nach Angaben von Luedtke, dass es immer wieder Kraftfahrer gebe, die mit erhöhter Geschwindigkeit („Mindestens 50 Stundenkilometer.“) über den Markt und auch durch die Reichsstraße rollen. „Und am Dinterplatz fahren sie dann wieder hinaus“ – womöglich, weil ihnen die vorgeschriebene Strecke via Mühlgasse zu lang ist. Es handle sich jedenfalls um ein erhebliches Gefahrenpotenzial. „Manchmal kommen sogar Lastwagen.“

Bei Veranstaltungen kommen die Absperrungen weg

Fakt sei, dass der Marktplatz auch in anderen Kommunen wie Altenburg, Leipzig oder Grimma üblicherweise für Kraftfahrzeuge gesperrt sei. Zur Külzstraße hin werde der Markt deshalb abgepollert, wobei es sich um ansehnliche Absperrungen handeln soll, sagt die Oberbürgermeisterin.

Gedacht sei an Bänke, aber auch an Fahrradbügel und in jedem Fall an Anlagen, die bei Bedarf auch wieder heruntergelassen werden können, so wie es regelmäßig in der Brauhausstraße passiert, wenn dort etwa Markthändler mit ihren Gefährten auf den Wochenmarkt wollen. Das heißt: Bei Veranstaltungen wie dem Stadtfest oder dem Weihnachtsmarkt kommen die Absperrungen weg.

Gewerbevereins-Vize: Verkehrskonzept grundsätzlich überdenken

Der stellvertretende Gewerbevereinsvorsitzende Lang hatte erklärt, in Borna müsse das Verkehrskonzept grundsätzlich überdacht werden. Er könne sich gut vorstellen, dass Autos ganz langsam durch die Reichsstraße fahren könnten, ohne Passanten zu gefährden. Die Oberbürgermeisterin hingegen sieht gerade für Besucher in Freisitzen eine erhebliche Gefahr durch Autos.

Bornaer SPD lehnt Vorschlag ab

Das sieht auch die Bornaer SPD so. Schon heute werde die Reichsstraße von vielen Fahrzeugen als Parkfläche genutzt, „was zur Steigerung der Attraktivität für Fußgänger und Radfahrer nicht unbedingt beiträgt“, heißt es in einer Erklärung. Allenfalls könne überlegt werden, ob der Stadtverkehr nicht statt durch die Mühlgasse direkt durch die Reichsstraße fahren könnte – einschließlich eines möglichen Halts in der Reichsstraße.

So könnten Leute direkt an die Geschäfte gebracht werden. Zugleich bleibe das Verkehrsaufkommen gering. Die letzte innerstädtische Flaniermeile dürfe keinesfalls dem Autoverkehr geopfert werden, heißt es weiter in der Mitteilung. Was der Reichsstraße tatsächlich fehle, sei ein Geschäft mit Magnetwirkung, von dem auch die anderen Gewerbetreibenden profitieren könnten, etwa ein DM-Markt.

Die Aufträge für die Absperrung des Marktplatzes seien ausgeschrieben, so Oberbürgermeisterin Luedtke. Damit könnten die Veränderungen noch vor dem Sommer umgesetzt werden.

Von Nikos Natsidis

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