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Borna Bornaer Ordnungsamt versteigert Fundsachen – Fahrräder sind gefragt
Region Borna Bornaer Ordnungsamt versteigert Fundsachen – Fahrräder sind gefragt
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18:30 17.08.2017
Die Fahrräder werden genauestens unter die Lupe genommen, der Rollstuhl wird eher missachtet. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Eine Versteigerung ist einem Überraschungsei nicht unähnlich. Zwar kann der Bieter vorab die Stücke begutachten, die unter den Hammer kommen, ob sie allerdings funktionieren, stellt sich meist erst nach Abwicklung des Kaufs heraus. Steffen aus Bad Lausick war am Mittwoch Mitbieter bei der Auktion des Ordnungsamtes Borna. Er hatte es auf ein ganz bestimmtes Mountainbike abgesehen – und schon nach kurzer Zeit Glück. 90 Euro – und das Rad gehörte ihm.

Unzählige Fahrräder wechselten an dem Nachmittag den Besitzer. Selbst eines, bei dem das Hinterrad fehlte und das lediglich als Ersatzteillager herhalten könnte. Für das Ordnungsamt war das Angebot 13 eine Premiere, erstmals gab es einen Elektro-Rollstuhl unter den Fundstücken. Doch ob es die Tatsache war, dass niemand wusste, ob er auch funktioniert, oder das Mindestgebot von 150 Euro – der Rollstuhl war nicht unter die Bieter zu bringen. Stattdessen überboten sich die Besucher bei einem Roller und bei einem E-Bike. Wohingegen ein Ehering aus Gold für knapp zehn Euro wegging.

Knapp 200 Interessierte waren zum Verwaltungsgebäude An der Wyhra gekommen, um die Auktion von der Grünfläche aus mitzuverfolgen. Wer allerdings auf Handys oder Tablets spekuliert hatte, musste unverrichteter Dinge wieder gehen. „Solche Gegenstände versteigern wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr“, erklärte Auktionatorin Silke Heisig vom Ordnungsamt. Es sei nicht gewährleistet, dass sämtliche Daten tatsächlich gelöscht werden könnten. Ein Mitbieter, der seinen Namen nicht nennen wollte, erklärte, ein Fahrrad für seine Tochter ersteigern zu wollen. Ein Mountainbike sollte es werden. Dafür sei er extra aus Leipzig gekommen. Die Anfahrt sollte sich lohnen, bei dem favorisierten Vehikel gab es niemanden, der mit seinem Gebot mitging.

Auch Steffen war mehr als zufrieden mit seinem Schnäppchen. Er hatte ein Markenfahrrad ergattert, bei dem sowohl Bremsen als auch Gangschaltung noch reibungslos funktionierten. „Klar ist es schwierig, wenn man nicht weiß, wie es sich fährt, aber wer hier ein Fahrrad sucht, sollte schon einen Blick für die Technik haben“, machte er deutlich.

Von Julia Tonne

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