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Borna Bornaer Ortsteile ohne Lebensmittelhändler
Region Borna Bornaer Ortsteile ohne Lebensmittelhändler
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10:42 07.03.2018
Das Kaufland Am Wilhelmschacht in Borna. In diesem Gebiet werden 36 Prozent aller Umsätze im Bornaer Einzelhandel erzielt. Quelle: Günther Hunger
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Borna

Am Wilhelmschacht in Borna werden 36 Prozent aller Umsätze im Bornaer Einzelhandel erzielt. Auf 19 000 Quadratmetern, was 43 Prozent der Gesamtverkaufsfläche des Bornaer Handels entspricht. Das geht aus einer Untersuchung der BBE Handelsberatung Leipzig GmbH hervor, deren Ergebnisse ins Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Borna eingeflossen sind.

Es handelt sich um die aktuellsten Zahlen, auch wenn das Papier vor mehr als sechs Jahren erarbeitet worden ist. In der Tendenz dürfte sich daran wenig geändert haben. Und die Probleme, die darin beschrieben werden, bestehen nach wie vor in Borna.

Was konkret an der unausgewogenen Verteilung von Einzelhandelseinrichtungen, speziell zur Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, wie es zu DDR-Zeiten hieß, erkennbar ist. Denn während es am Wilhelmschacht mit dem Kaufland, dem größten Lebensmittelanbieter in der Stadt, sowie in der Deutzener Straße mit den Discountern Lidl und Aldi und unweit davon einem Netto-Markt, mehr als ausreichend Angebote gibt, sieht es in den Ortsteilen mau aus. Das hatten seinerzeit schon die Autoren des nach wie vor gültigen Einzelhandelskonzepts bemängelt, geändert hat sich allerdings im Wesentlichen nichts. Abgesehen davon, dass es in Borna-Nord mittlerweile einen ordentlichen Lebensmittelmarkt gibt. Die Bewohner von Zedtlitz, Neukirchen, Wyhra und Thräna im Süden sind ebenso wie die Einwohner von Gestewitz, Haubitz, Kesselhain und Eula auf eine mobile Versorgung angewiesen – auf mobile Händler, die mit Backwaren sowie Wurst und Fleisch in die Dörfer kommen.

Hoffnung für die Bewohner der Bornaer Ortsteile, das ist immerhin jeder vierte Bornaer Bürger, ist jedenfalls kaum in Sicht. Das sei letztlich ein Frage der Kalkulation potenzieller Anbieter, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). So sei der Discounter Netto im Zuge seiner Niederlassung in der Pawlowstraße gebeten worden, eine Ansiedlung auch in einem Bornaer Ortsteil zu prüfen. „Netto hat das auch gemacht“, so Luedtke. Mit einem deprimierenden Ergebnis: Es lohnt sich für das Unternehmen schlicht und ergreifend nicht.

Von Nikos Natsidis

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