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Region Borna Bornaer Ortswehr Zedtlitz nimmt neues Löschfahrzeug in Betrieb
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00:21 28.09.2017
Wasser marsch: Die Zedlitzer Kameraden können künftig mit einem neuen MLF zu ihren Einsätzen ausrücken. Quelle: Stadt Borna
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Borna/Zedtlitz

„Was lange währt, wird endlich gut“: Die Zedtlitzer Kameraden würden wohl durch die Bank weg zustimmen, dass das alte Sprichwort wie die Faust aufs Auge auf die Neuanschaffung eines Einsatzfahrzeuges passt, das am Sonnabend im Bornaer Ortsteil offiziell in Betrieb genommen wurde. Denn die diesbezüglichen Bemühungen reichen weit in die Zedtlitzer Feuerwehr-Historie zurück. „1994 waren wir schon einmal sehr nah dran, doch dann musste das bereitstehende Geld für den Bau eines neuen Kindergartens eingesetzt werden, und wir mussten wieder von vorn anfangen“, erinnert sich Ortswehrleiter Jens Wehrmann.

Doch spätestens seit dem 2. August sind Geschichten wie diese Geschichte. Da rollte das neue MLF im Zedtlitzer Gerätehaus ein. Wenngleich der ausgeschriebene Name „mittleres Löschfahrzeug“ nicht sonderlich spektakulär klingt, so ist das Fahrzeug auf der Basis eines Iveco Turbo nichts Geringeres als ein technischer Quantensprung. Die Zedtlitzer Kameraden müssen künftig nicht mehr auf der Pritsche ihres alten ELO sitzend zu Einsätzen ausrücken. Zudem verfügt das MLF über einen 1000 Liter fassenden Wassertank, der im Brandfall einen Schnellangriff ermöglicht. „1000 Liter sind zwar schnell verspritzt, aber mittels des Tankes können wir die Zeit zum Aufbau einer Löschwasserversorgung überbrücken und sparen somit kostbare Zeit“, so der 46-Jährige, der die Geschicke der Zedtlitzer Wehr seit 2010 lenkt.

Unter seinem Vorgänger, Vater Walter, war der zuletzt sehr störanfällige ELO, der bereits in Chemnitz versteigert werden konnte, im Jahr der Deutschen Einheit angeschafft worden. Dass das neue Fahrzeug gegenüber dem ELO lediglich sechs Kameraden Platz bietet, ist laut Jens Wehrmann kein Nachteil. „Die sechs Kameraden bilden eine Staffel, sind mehr Männer verfügbar, können drei parallel mit dem Mannschaftstransportwagen zum Einsatz ausrücken“, so der Zedtlitzer Ortswehrleiter. Ältere Technik steht nach der Zedtlitzer Investition nur noch in Thräna. Laut Bornas Stadtwehrleiter Tino Reim ist dort ein Fahrzeugtausch geplant. „Der Thänaer W50 soll nach Borna versetzt und laut Planung in drei Jahren von einem neuen Fahrzeug abgelöst werden, im Gegenzug erhalten die Thränaer Kameraden das erste MAN-Löschfahrzeug der Bornaer Wehr aus dem Jahr 1998“, berichtet der 38-Jährige, der vor knapp zwei Jahren die Nachfolge des langjährigen Stadtwehrleiters und heutigen Vize Kai Noeske angetreten hatte.

Und der Neuanschaffungen wie die in Zedtlitz noch aus einem anderen Grund als wichtig erachtet. „Mit modernen Fahrzeugen kann man hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung nun einmal bei Kindern größeren Eindruck als mit überholter Technik machen“, so der Stadtwehrleiter, dem der Zedtlitzer Ortswehrleiter grundsätzlich zustimmt. „Merkwürdigerweise jedoch sind die kleinen Besucher bei unseren Tagen der offenen Türen, bei denen stets auch moderne Technik benachbarter Wehren vor Ort waren, mit Vorliebe auf unserem alten ELO herumgeklettert“, schmunzelt Jens Wehrmann.

Von Roger Dietze

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