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Borna Musik von Klassik bis zum Schlager: Besucher lieben ihr Stadtfest Borna
Region Borna Musik von Klassik bis zum Schlager: Besucher lieben ihr Stadtfest Borna
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12:22 04.10.2016
Das Leipziger Symphonieorcheter unterhielt die Besucher auf dem Marktplatz am Sonnabendnachmittag. Quelle: René Beuckert
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Borna

Bereits vor der eigentlichen Eröffnung trafen die ersten Stadtfestbesucher auf dem Bornaer Markt ein, um sich vor der Bühne einen guten Platz zu sichern. Das dreitägige Spektakel begann aber nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sondern – so will es der Brauch – davor. Mit nur zwei gezielten Hammerschlägen stach Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) das Bierfass an. „Der Fassbieranstich hat sich zu einer schönen Tradition entwickelt“, erklärte sie. Schnell bildete sich eine Menschentraube, denn viele wollten sich den kostenlos ausgeschenkten Gerstensaft nicht entgehen lassen. Etwas Geduld mussten die Männer allerdings mitbringen, da zuerst jede Menge Schaum den Zapfhahn verließ, bevor sich das goldgelbe Getränk im Becher zeigte.

Andere Festbesucher hatten es in erster Linie auf das bunte Bühnenprogramm abgesehen. So zum Beispiel Hannelore Gewald und Gudrun Lange, die den Fassbieranstich mit der Oberbürgermeisterin von ihren Plätzen aus verfolgten und sich auf einen schönen Samstagnachmittag mit einem musikalischen Reigen freuten. „Ich hoffe, dass das Wetter durchhält“, sagte Hannelore Gewald. Ihre Nachbarin Gudrun Lange freute sich, nebenbei bekannte Gesichter zu treffen. Besonders fieberten die beiden Frauen dem Auftritt von Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler am Montag entgegen.

Zunächst aber verzauberte am Sonnabend das Leipziger Symphonieorchester mit ausgewählten Operettenmelodien die Stadtfestbesucher. Chefdirigent Wolfgang Rögner meinte, dass sich das Ensemble bei solchen Darbietungen mit seiner Musik näher am Publikum dran fühlt. „Es ist schon ein anderes Erlebnis, von einer Musikbühne auf einem Marktplatz zu spielen, als in einem Konzertsaal“, bemerkte er.

Das Stadtfest zog nicht nur viele Bornaer in seinen Bann, auch aus den umliegenden Ortschaften kamen Besucher, um ein paar schöne Stunden zu verleben. Friedrich Schuster aus Lobstädt beispielsweise genoss das bunte Treiben. „Das Stadtfest ist doch die letzte Veranstaltung im Herbst, danach folgen nur noch wenige kulturelle Ereignisse, die man bei annehmbaren Temperaturen im Freien erleben kann“, sagte er. Gern nutze er deshalb die Möglichkeit, dem Fest einen Besuch abzustatten. Zwar mag er viel lieber Blasmusik, aber auch das Bornaer Programm habe seinen Reiz, meinte er.

Aus Geithain war Ruth Nebe mit ihrem Mann angereist. „Für uns ist es ein schöner Moment, hier mit dabei zu sein. Eine Begegnung mit Leuten, die wir kennen und vielleicht schon lange nicht gesehen haben, ist immer ein schönes Erlebnis“, sagte sie und bedauerte: „Nur dass hier nirgendwo ein Programm zum Stadtfest ausliegt, finde ich schade.“

Stephan Weber erlebte das Stadtfest schon etliche Male. „Den Auftritt von Hauff und Henkler, die ich noch aus DDR- Zeiten kenne, will ich mir in diesem Jahr nicht entgehen lassen“, schwärmte er. Die vielen Angebote an den drei Tagen sollten für nahezu jeden Geschmack etwas geboten haben. Auch für die Kinder, denn nicht nur das Programm auf der Bühne versprach Unterhaltung, auch die Mediothek wartete mit zahlreichen Attraktionen auf. So sorgte Zauberer Kalu am Sonnabend für Kinderlachen, während das darauf folgende Bilderbuchkino Spannung erzeugte.

Von René Beuckert

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