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Borna Bornaer Stadtrat: Wiesenweg wird sofort grundhaft ausgebaut
Region Borna Bornaer Stadtrat: Wiesenweg wird sofort grundhaft ausgebaut
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17:48 25.10.2016
Der Wiesenweg soll grundhaft ausgebaut werden. (Archivfoto) Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Der Wiesenweg im Bornaer Stadtteil Neukirchen wird nun doch jetzt schon grundhaft ausgebaut. Das hat der Stadtrat bei seiner Sondersitzung am Montagabend beschlossen. Damit kann der Ausbau gemeinsam mit den Arbeiten des Abwasserzweckverbands (AZV) Espenhain und des Zweckverbands Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZWL) erfolgen. Die geplanten Kosten, die in den Haushalt 2017 eingestellt werden, belaufen sich auf rund 50 000 Euro – fast ein Schnäppchenpreis im Vergleich zu dem, was bisher an Kosten im Raum stand.

Der Wiesenweg war schon während der regulären Sitzung Ende September ein Thema im Stadtrat (die LVZ berichtete). Der Geschäftsführer des AZV Espenhain, Sven Lindstedt, hatte mit seinem dortigen Vortrag eine lebhafte Debatte angestoßen, denn die Stadtverwaltung hatte den grundhaften Ausbau der Straße erst im Jahr 2019 vorgesehen (Kostenschätzung: circa 460 000 Euro), obwohl der AZV mit seinen Arbeiten bereits begonnen hat. Kritik an der zeitlichen Verzögerung gab es von mehreren Fraktionen, denn nicht nur die Kosten seien dadurch horrend hoch, zudem kämen auf die Anwohner zweimal mehrmonatige Einschränkungen zu.

Allerdings lief auch die Sondersitzung am Montag nicht ohne Diskussionen ab. Brigitta Ast (Bürger für Borna/Freie Wähler), die mit anderen Stadträten wegen dieses Themas den Antrag auf den Sonderstadtrat gestellt hatte, kritisierte, dass sich das Gremium die außerplanmäßige Zusammenkunft hätte sparen können, „wenn denn die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht hätte“. Wenn sich also die Stadt gleich dazu entschlossen hätte, die Arbeiten von AZV und ZBL für den grundhaften Ausbau zu nutzen und das Vorhaben nicht auf die lange Bank zu schieben. Sylvio Weise (CDU) betrachtete den Montagabend gar als „Farce“, der Wiesenweg hätte in den Bauausschuss gehört, der jedoch aus Mangel an Themen ausgefallen war.

Einig hingegen waren sich die Stadträte, dass an den jetzt zur Debatte stehenden Kosten von etwa 50 000 Euro nichts auszusetzen sei. Schleierhaft jedoch war vielen, woher der gravierende Unterschied zwischen ursprünglich 460 000 Euro und den jetzigen 50 000 Euro rührt. Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) begründete das damit, dass die Kosten durch die Beteiligung der Zweckverbände stark gesunken seien, „der Hauptanteil liegt bei AZV und ZBL“, machte sie deutlich. Wolfram Fritzsch, Mitarbeiter im Bauamt, ergänzte, dass die Stadt lediglich die Kosten für die Bereiche der Straße übernehmen müsse, die nicht vom Kanalbau betroffen seien. Maic Staudacher (Bürger für Borna) machte keinen Hehl daraus zu glauben, dass die Kosten zu niedrig angesetzt seien. „Ich denke nicht, dass sie reichen werden“, sagte er. Luedtke versicherte, die Summe sei so im Haushalt für das kommende Jahr eingestellt worden. „Sollte es doch teurer werden, ist ein erneuter Beschluss notwendig.“

Von Julia Tonne

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