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Borna Bornaer Stadtrat setzt auf Ansiedlung: Kurzfristig 20 Grundstücke bebaubar
Region Borna Bornaer Stadtrat setzt auf Ansiedlung: Kurzfristig 20 Grundstücke bebaubar
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11:40 09.03.2018
Die Siedlung Kesselshain. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

In Borna wird der Wohnraum knapp. Zumindest dann, wenn es, wie erhofft, Häuslebauer aus der boomenden Großstadt Leipzig an die Wyhra ziehen sollte. Der Stadtrat hat deshalb auf seiner letzten Sitzung ein Konzept zur Entwicklung von Wohnbauflächen beschlossen. Außerdem wurden die Weichen für die weitere Entwicklung des Wohngebietes „Kesselshainer Siedlung“ gestellt.

Gegenwärtig stehen Bauwilligen in Borna konkret 20 Grundstücke zur Verfügung, auf denen kurzfristig Bauleute anrücken könnten. Das Gros davon, konkret 13, befindet sich im südlichen Stadtgebiet. In der Kernstadt sind vier Grundstücke frei und im Norden drei. Zum Teil liegen für Grundstücke auch schon Reservierungen vor. Bei der Erstellung des Wohnbauflächenkonzeptes waren insgesamt zwölf Flächen im gesamten Stadtgebiet unter die Lupe genommen worden. Neben den bekannten freien Baugrundstücken gibt es weitere potenzielle Flächen, die prinzipiell bebaut werden könnten, von denen den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung aber nicht bekannt ist, ob das die Eigentümer tatsächlich wollen und inwieweit sie erschlossen sind.

Der Stadtrat machte auch Nägel mit Köpfen. Er gab grünes Licht für die Aufstellung eines Bebauungsplans für das neue Wohngebet „Auenblick“. Dort sollen 13 bis 15 Bauplätze entstehen. Und der Stadtrat fällte eine Grundsatzentscheidung für die Weiterentwicklung des Wohngebiets „Kesselshainer Siedlung“. Dort sollen die Flächen des dritten bis fünften Bauabschnitts von einem privaten Unternehmen erschlossen und vermarktet werden. Von den dort bereits vorhandenen Baugrundstücken stehe lediglich noch eins zum Verkauf.

Daran habe die Stadtverwaltung angesichts zahlreicher Bauwilliger ein großes Interesse, heißt es in der Begründung des entsprechenden Stadtratsbeschlusses mit Blick auf die Fläche von 7,6 Hektar, die zur Verfügung steht. Dort könnten bis zu 75 Baugrundstücke mit Flächen zwischen 700 und 1000 Quadratmetern entstehen.

Das Interesse an neuen Wohnstandorten in Borna war auch aus der 6. Regionalisierten Bevölkerungsprognose des Freistaats Sachsen hervorgegangen, in der für Borna bis zum Jahr 2030 ein Bevölkerungsrückgang von einem Prozent pro Jahr vorhergesagt wird. Allerdings lasse das Wachstum der Großstadt Leipzig auch erwarten, dass die Bevölkerungszahl in Borna dennoch ansteigen werde, hieß es in dem Papier weiter. Den Prognosen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zufolge werde für die neuen Bundesländer ein jährlicher Neubaubedarf von zehn bis zwölf Wohneinheiten je 10 000 Einwohner prognostiziert, heißt es weiter in der Begründung des Beschlussantrages für den Gnandorfer Bebauungsplan. Mit jährlich 14 Wohneinheiten liegt Borna aktuell darunter.

Von Nikos Natsidis

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