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Borna Bornaer Teichgymnasium hat wieder eine Schulband
Region Borna Bornaer Teichgymnasium hat wieder eine Schulband
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00:36 18.03.2018
Arne Müller, Anna Hermann, Laura Kegel und Sissy Hohler (von links) von der Pond Groove Connection bei „Audite Nova“ in der Aula des Bornaer Teichgymnasiums. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Es war eine Premiere, und eine gute Nachricht war es sowieso: Das Bornaer Gymnasium „Am Breiten Teich“ hat wieder eine Schulband. Fünf Jungen (Jannes Förster, Moritz Hellriegel, Eddy Beyer, Tim Neumann und Robin Joe Dehler) sowie Sängerin Clara Flieger standen Mittwochabend bei der 25. Ausgabe von „Audite Nova“ vor dem Publikum – Fünft- bis Siebtklässer mit Gitarre, Schlagzeug und Keyboard, die von Eltern und Mitschülern regelrecht gefeiert wurden. Der Auftritt der neuen Band, gecoacht von Markus Taubert, war zweifellos ein Höhepunkt der Veranstaltung. Dabei hatten die Besucher in der gut gefüllten Aula bereits zuvor ein anspruchsvolles Programm erlebt.

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Audite Nova im Gymasium am Breiten Teich von Borna

Geprobt dafür hatten die Schüler seit Anfang Januar, wie Musiklehrer Andreas Schitke, so etwas wie der Spiritus Rector von Audite Nova, sagte. Heraus kam ein bunter Reigen durchaus unterschiedlicher Musik, der von Tim Bendzko und Mike Oldfield (Chor Colourful voices) über den Auftritt von Elftklässler Richard Schwittay mit „Perfect“ von Ed Sheeran und des Gesangsensemles („Wie kann es sein?“) bis zur Percussionsgruppe „beat it“ reichte.

Beeindruckend Kora Pörschmann. Die Achtklässler erinnerte, schüchtern-freundlich, mit ihrer Präsentation von „Moon River“ durchaus an Hollywood-Legende Audrey Hepburn, die dieses Lied vor mehr als fünf Jahrzehnten in „Frühstück bei Tiffany“ berühmt gemacht hat. Sängerische Talente waren auch bei den Zwölftklässlerinnen Jasmin Zeier und Anna Tiedt („Alive“) zu entdecken.

Pädagogen stehen als Chor vor den Schülern

Oder Lara Lorenz. Die kleine Pianistin ist erst in der sechsten Klasse, kaum vorstellbar angesichts ihres Auftritts. Sie spielte die „Tarantella“ des Komponisten und Liszt-Schülers Albert Pieczonka - und zwar beeindruckend. Schließlich handelt es sich um eines der populärsten Klavierstücke der letzten 150 Jahre, vor dem auch erfahrende Pianisten durchaus Respekt haben.

Für Klänge aus „Sister Act“ und dem James-Bond-Streifen „Skyfall“ sorgte stimmgewaltig der Oberstufenchor, geleitet von Musiklehrerin Simone Müller. Die frühere Dirigentin des Männerchors Eula stand auch vor ihren Kollegen. Wie in jedem Jahr sangen zahlreiche Pädagogen als Lehrerchor vor ihren Schülern. Hinter der Pond Grove Connection verbarg sich ein Gemeinschaftsprojekt des Gymnasiums mit der Musikschule „Otmar Gerster“.

Als Benefizprogramm gestartet

Es war der 12. Juni 1996, als es am Teichgymnasium erstmals eine Veranstaltung dieser Art gab. Allerdings noch vergleichsweise sachlich als „Benefizprogramm“ bezeichnet, wie Musiklehrer Andreas Schitke erinnerte. Geld wurde damals viel gebraucht, weil die Schule, anders als heute, 20 Jahre später, noch reichlichen Sanierungsbedarf hatte. So ging es in den ersten Jahren der alljährlichen Veranstaltungsreihe, die bald darauf unter dem Namen „Audite Nova“, lateinisch für „Hört Neues“, stattfand, durchaus ums Geld. Etwa für die Instandsetzung der kaputten Schuluhr und um die Orgel, die keinen Ton mehr von sich gab. Anders als Mittwochabend, als Andreas Schitke zu Beginn der Veranstaltung an der Königin der Instrumente improvisierte – über Themen aus dem alten Studentenlied „Gaudeamus Igitur“ und Beethovens „Ode an die Freude“.

Schließlich standen mit Jan Pajak und Christian Seifert zwei ehemalige Schüler auf der Bühne. Männer Mitte 30 von den Abiturjahrgängen 1999 und 2000. Sie hatten vor 20 Jahren eine Schulband unter dem Namen „Suppengrün“ gegründet. Am Mittwoch konnten sie ihre Nach-Nach-Folger begrüßen.

Von Nikos Natsidis

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