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Borna Bornaer genervt: Verkehr in südlicher Leipziger Straße schwillt wieder an
Region Borna Bornaer genervt: Verkehr in südlicher Leipziger Straße schwillt wieder an
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19:00 14.12.2016
In der südlichen Leipziger Straße herrscht jetzt zeitweilig wieder Verkehr wie auf der früheren Bundesstraße. Quelle: André Neumann
Borna

„A 72 in Richtung Leipzig, zwischen Borna-Süd und Borna-Nord zwei Kilometer Stau“ – Wenn der Verkehrsfunk diese oder eine ähnliche Meldung bringt , dann wird es in der Leipziger Straße besonders schlimm. Dann nehmen streckenkundige Autofahrer, darunter viele Brummi-Lenker, die Abfahrt Borna-Süd, fahren durch die Stadt in Richtung Leipzig weiter und lassen Anwohner stöhnen.

Seit vor zwei Wochen die über zwei Ampelkreuzungen führende Umfahrung der Autobahnbaustelle eingerichtet wurde, herrscht auch in der Leipziger Straße zeitweise wieder Verkehr wie auf einer Bundesstraße. Dabei hatte der südliche Teil diesen Status verloren, als die B 95 nach Freigabe des Autobahnabschnittes bis Borna im August 2013 zur Staatsstraße 51 abgestuft wurde.

Katrin Theuermeister und Alexander Bohne leben seit 2011 in einem Haus in der südlichen Leipziger Straße. Damals rollte schon ein großer Teil des Verkehrs über die Umgehungsstraße auf der späteren Autobahntrasse. Doch seit einiger Zeit schwillt der Verkehrsstrom wieder an und immer mehr Pkw und Brummis holpern laut scheppernd durch zahlreiche eingesunkene Straßeneinläufe und über unebene Deckel von Kanalschächten.

Den ersten Rückfall ins Vor-Autobahn-Zeitalter erlebten die Anwohner im Herbst 2015, als eine der beiden Brücken zwischen Borna-Süd und Nord repariert wurde. Damals wurde der gesamte Autobahnverkehr durch Borna geleitet. Statt 4000 Autos pro Tag, die ein Jahr nach Freigabe der Autobahn hier gezählt worden waren, waren es mindestens wieder die 12 000 von vorher.

Auf einer Bürgerversammlung entlud sich kurz vorher der Unmut der Anwohner. Von denen allerdings nicht viele gekommen waren, wie sich das Paar aus der Leipziger Straße erinnert. Womöglich lag es daran, dass die Einladung erst zwei Tage vorher in den Briefkästen lag. „Dass eine Umleitungsstrecke einer Bundesautobahn mitten durch ein Wohngebiet geht, war uns bis dahin gänzlich unbekannt“, sagt Alexander Bohne. Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf 30 Kilometer je Stunde war das einzige Zugeständnis an die Anwohner. Die für Frühjahr 2016 zugesagte Ausbesserung der Schäden durch den Umleitungsverkehr ist noch nicht erfolgt. Auf Nachfrage erfuhr Bohne, dass damit nun 2017 begonnen werden soll.

Bis dahin könnte noch einiges an Schäden hinzukommen. So heftig wie vor einem Jahr wurde es zwar nicht wieder, doch in diesem Herbst stieg erneut das Verkehrsaufkommen, als seit Ende Oktober für mehrere Wochen der Verkehr der B 93 von und nach Altenburg durch die Leipziger Straße geleitet wurde. Die Antwort auf die Frage , warum man die Autos nicht über die Autobahn schickte, löste bei den Fragestellern Kopfschütteln aus. Tenor: Es nutzen auch Fahrzeuge die Bundesstraße, die nicht auf die Autobahn dürfen, die Umleitung müsse aber für alle nutzbar sein.

Und nun geht es für die Anlieger weiter. Bohnes Lebensgefährtin Katrin Theuermeister benötigte kürzlich mit dem Auto zehn Minuten von Borna-Süd bis Nord auf der Autobahn. Und das ist noch nicht die längste gemessene Stauzeit. Diese Woche sprach der Verkehrsfunk auch schon von 26 Minuten. Angesichts dessen wundern sich die beiden nicht, wenn viele Autofahrer in Süd abfahren. „Und wieder ist die Leipziger Straße betroffen“, zeigen sich die Anwohner mittlerweile genervt.

Die immer wiederkehrende Bitte der Behörden um Verständnis wollen sie jedenfalls nicht akzeptieren. Denn aus Sicht von Alexander Bohne müsste „die Umleitungsführung einer Autobahntrasse so gewählt werden, dass der Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt wird, um eben solche Stauungen zu vermeiden.“ Gleich wenig Verständnis haben sie für den von Behörden hin und wieder bemühten Hinweis, die Leipziger Straße habe ja früher schon den Verkehr der B 95 aufgenommen. „Das mag sein“, kontert Bohne, „ist aber Vergangenheit. Früher führte auch die Fernverkehrsstraße 93 über die Reichsstraße und durch das Reichstor.“

Von André Neumann

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