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Borna Bornas Museum hat viel vor
Region Borna Bornas Museum hat viel vor
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19:39 25.01.2010
Ein Museumsmitarbeiter zeigt Zeichnungen, die vom Leben Gustav Friedrich Dinters erzählen. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

2010 ist der 250. Geburtstag von Gustav Friedrich Dinter. Der Namenspatron der einzigen Bornaer Mittelschule, in dieser Stadt geboren, ist zweifellos eine der lokalen Berühmtheiten. Der Mann, später als Pädagoge weithin bekannt, erhielt in der Stadt an der Wyhra seinen ersten Unterricht von seinem Vater, bevor er an der Grimmaer Fürstenschule weiterlernte.An Dinter soll mit einer speziellen Veranstaltung am 1. März erinnert werden, die nach Angaben von Museumsleiterin Gabriele Kämpfner auch gut in die Lutherdekade passt, welche die evangelische Kirche im Vorfeld des 500. Jahrestags des Wittenberger Thesenanschlags im Jahr 2017 ausgerufen hat. Schließlich hat Dinter einst Theologie studiert.Dinter ist nicht der einzige Jubilar mit Beziehungen zu Borna. In diesem Jahr wird im Museum auch der 200. Todestag von Johann Gottfried Seume begangen. Der gebürtige Grimmaer ging in Borna zur Schule, worüber er später viel schrieb. Das Museum plant deshalb im Juni eine Fahrradtour von Borna nach Grimma.Darüber hinaus sind in der Galerie im Goldenen Stern mehrere Ausstellungen vorgesehen. Etwa mit Werken einer Gruppe von Malern aus Borna und Altenburg, zu der auch der frühere Arzt und CDU-Stadtrat Jochen Winter gehört. Die Künstler, die sich aus ihrer Gymnasiumszeit kennen, stellen sich nach Angaben der Museumschefin mit ihren ganz persönlichen Sichtweisen auf die Landschaft zwischen Borna und Altenburg vor. Weitere Ausstellungen sind mit Werken der Grafikerin Ingrid Sperrle sowie Bildern von Dinterschülern vorgesehen.Außerdem, so Museumschefin Kämpfner weiter, „wollen wir unser Zeitzeugen-Projekt fortsetzen“. Gemeint sind die Befragungen von Personen zu ihren Erfahrungen in der Wende- und Wiedervereinigungszeit vor zwei Jahrzehnten, die bereits im letzten Jahr begannen.Vor allem aber sollen die Weichen für die künftige Ausrichtung des Museums mit den Schwerpunkten Geologie, Archäologie und devastierte Orte gestellt werden. Dabei wollen die Museumsmacher mit dem Verein für Erdgeschichte im Südraum zusammenarbeiten, der seinen Sitz in Markkleeberg hat. Die Museumschefin weiß natürlich, dass es sich dabei um ein Gebiet handelt, das zumindest verbal auch von anderen beackert wird. Und sie kennt die schon räumlich unübersehbaren Grenzen des Bornaer Museums.Natürlich könnte sie sich vorstellen, Exponate und Konzepte auch in andere Projekte miteinzubringen. Solange es die aber konkret nicht gibt, „werden die Leute ins Museum kommen“.

Nikos Natsidis

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