Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Bornas OBM Luedtke: Masterplan für Breiten Teich weitgehend abgearbeitet
Region Borna Bornas OBM Luedtke: Masterplan für Breiten Teich weitgehend abgearbeitet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 13.08.2017
Blick auf den Breiten Teich in Borna. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Das Meiste ist abgearbeitet. Das sagt die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) mit Blick auf den Masterplan zur Gestaltung des Areals am Breiten Teich. Der Masterplan für die prominente Fläche ist durch die Debatte um die mögliche Errichtung eines neuen Aldi-Marktes an der Ecke Sachsenallee/Am Breiten Teich wieder zum Diskussionsgegenstand geworden, wie nicht zuletzt bei der Informationsveranstaltung in der Vorwoche im Goldenen Stern deutlich wurde (die LVZ berichtete). In dieser Sache hat bekanntlich der Stadtrat das letzte Wort.

So, wie er es auch beim Beschluss zum nach wie vor gültigen Masterplan hatte, der im April 2010 beschlossen wurde. Die Vorgaben daraus, Ergebnisse eines Studentenwettbewerbs, seien weitgehend umgesetzt worden. Konkret, so Luedtke, gebe es Sitzmöglichkeiten am Breiten Teich ebenso wie den neuen Spielplatz mit dem liegenden Bornaer Mammut als Attraktion. Bootsstege seien vorhanden, und die Löscheranlagen ebenso wie der Schillerpark in Ordnung gebracht.

Lediglich die Straße Am Breiten Teich ist nach wie vor befahrbar. Dem Masterplan zufolge sollte sie zurückgebaut werden, wie es im Planer-Deutsch heißt, also verschwinden. „Das geht aber nicht“, sagt die Oberbürgermeisterin – und zwar jenseits der tatsächlichen Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens schon aus finanziellen Gründen nicht. Gebraucht werde dann nämlich alternativ eine Verbindung in Richtung Abtsdorfer Straße, und das koste Millionen.

Ein Blick auf den Masterplan mache aber auch deutlich, dass die Fläche, die Aldi im Auge hat und die den Städtischen Werken (SWB) gehört, im Masterplan für Autos vorgesehen ist. Als Parkplatz. Hinzu komme, dass sich einst neben der Reithalle und dem städtischen Wirtschaftshof ein Karosseriebauer befand.

Luedtke erinnert daran, dass es zwar die Anfrage eines Hoteliers gegeben habe. Das habe sich aber ebenso zerschlagen wie die Ansiedlung eines Cafés. In diesem Falle hatte die Stadtverwaltung Café-Ketten angeschrieben, die allerdings alle abwinkten. Begründung: Borna ist für eine Filiale zu klein.

Ein zusätzliches Problem sei der Umstand, dass es sich bei den Flächen links der Straße Am Breiten Teich um Hochwassergebiet handelt. Das habe Folgen für die mögliche Nutzung. Deshalb seien etwa im Schillerpark keine Sportgeräte oder Sandkästen aufgebaut worden. Was die Idee der dauerhaften Errichtung eines Beach-Volleyball-Platzes anbelangt, so sei das nur denkbar, wenn sich dafür ein privater Betreiber finde. Die Stadt komme schon aus Haftungsgründen dafür nicht in Frage.

Bleibt die Frage, wie die Oberbürgermeisterin persönlich zu den Ansiedlungsplänen des Discounters steht. „Ich befürworte das“ – nicht zuletzt, weil sich Aldi an einer Stelle niederlassen wolle, die auch früher keine Grünfläche war. „Mir ist aber auch die Meinung der Bevölkerung wichtig.“

Dem Stadtrat liegt am 17. August ein Beschlussantrag vor, in dem es um grünes Licht für die Nutzung der Flächen für Handel geht. Lehnt der Stadtrat ab, bleibe das Areal so, wie es jetzt ist.

Von Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Mittwochabend folgten etwa 120 Gäste der Einladung der Sächsischen Staatsregierung zur Dialogveranstaltung in Wurzen. Einwohner der Landkreise Leipzig und Nordsachsen waren aufgerufen, sich mit ihren Ideen, Vorstellungen und Lösungsvorschlägen zu vier Schwerpunkten des öffentlichen Lebens im Freistaat einzubringen.

11.08.2017

Kurzfristig notwendige Reparaturarbeiten an der Bodenfackel im Dow-Werk Böhlen werden am Donnerstag und Freitag durchgeführt. Deshalb steht die Bodenfackel nicht zur Verfügung, so dass sämtliche überschüssigen Gase über die Hochfackel abgeführt werden müssen.

09.08.2017

Der besorgte, aber nun glückliche Opa atmet auf. Die vermisste Enkelin vom Böhlener Fußball-Idol Klaus Havenstein ist wohlbehalten zurückgekehrt. Er hofft, dass endlich wieder Normalität einkehrt.

09.08.2017