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Bornas künftiger Bürgermeister: Stadt soll Vorzüge selbstbewusst nach außen tragen

Karsten Richter Bornas künftiger Bürgermeister: Stadt soll Vorzüge selbstbewusst nach außen tragen

Er tritt sein neues Amt erst im Januar an. Dennoch hat Karsten Richter bereits jetzt konkrete Vorstellungen, wie er seinen neuen Posten ausfüllen will – im regelmäßigen Kontakt mit den Bürgern. Und er will, dass Borna seine Vorzüge selbstbewusst nach außen trägt.

Der künftige Bornaer Bürgermeister Karsten Richter.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Als Karsten Richter (CDU) noch Bürgermeister von Eulatal war, hat er einmal im Jahr in den Ortsteilen zu einer Bürgerversammlung eingeladen. „Da habe ich vieles mitnehmen können“, sagt der 40-Jährige, der im Stadtrat im August letztlich durch einen Losentscheid zum neuen Bornaer Bürgermeister/Beigeordneten bestimmt wurde. Der direkte Kontakt mit den Bürgern sei wichtig, macht er klar. Wenn er sein Amt am 1. Januar 2018 angetreten hat, will er daran anknüpfen. Richter macht klar, „dass ich mich den Bürgern stellen will“.

Bis dahin will er nicht nur seine Arbeit in der Frohburger Stadtverwaltung ordentlich zu Ende bringen. Hier ist er nach der Eingemeindung von Eulatal gelandet und seither für den IT-Bereich verantwortlich. Zugleich will sich Richter den Bornaer Zuständen nähern, durch das Studium von Konzepten und dem Ortsrecht und nicht zuletzt des aktuellen Haushaltsplanes. Er ist von den Potenzialen seines neuen Arbeitsortes überzeugt. „Schon aus der Historie heraus hat Borna durchaus etwas zu bieten.“ Das solle die Stadt als Sitz der Landkreisverwaltung und Große Kreisstadt durchaus mit einem gewissen Selbstbewusstsein nach außen tragen. Nicht zuletzt auch, weil Borna über eine gute Anbindung an die beiden Großstädte Leipzig und Chemnitz verfüge.

Die Vorstellung, das Lutherfest, das in diesem Jahr seine fünfte und in dieser Form wohl auch letzte Auflage erlebt hat, in irgendeiner Weise fortzuführen, hält Richter für gut. Da spricht dann auch der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbandes Borna und Kohrener Land aus ihm, der an Weichenstellungen wie der Verlagerung der Verbandsgeschäftsstelle von Gnandstein an die Alte Wache am Bornaer Marktplatz mitgewirkt hat. Das sei eine gute Entscheidung gewesen, „denn das wird angenommen“, was schon durch die verkauften Eintrittskarten dort deutlich werde. Touristische Chancen sieht er für Borna in einer Verbesserung der Infrastruktur, etwa in der Umsetzung des Radwegekonzeptes, das der Stadtrat kürzlich wie berichtet beschlossen hat.

Auf dem Weg dorthin stehen für Richter viele Diskussionen. Mit den Aktiven und Ehrenamtlichen, „von denen man meist von den ganz praktischen Problemen erfährt“. Da weiß Richter, nach wie vor ehrenamtlicher Ortsvorsteher der einstigen Gemeinde Eulatal, genau wovon er spricht. „Wir können Projekte nicht nur unter vier Augen diskutieren.“ Was für den neuen Bürgermeister heißt, dass er Entscheidungen auf einer möglichst breiten Basis treffen will.

Von Nikos Natsidis

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