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Boxen vor Verona Feldbusch

Boxen vor Verona Feldbusch

Die Boxer des SC Borna feierten am Sonnabend unter Regie ihres Präsidenten Hans-Peter Hofmann die Gründung ihrer Abteilung vor 55 Jahren. Im Rampenlicht stand dabei der Gründungsvater, ehemals erfolgreiche Boxer und derzeitige Cheftrainer Lothar Scheida, der am 13. Februar 1959 mit den Sportfreunden Billig, Eulenberger und Hollstein die Sektion Boxen des SV Dynamo Borna aus der Taufe hob.

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Zahlreiche Gäste begingen mit dem SC Borna den 55. Geburtstag der einstigen Abteilung.

Quelle: Wolfgang Riedel

Borna. 200 aktive Boxer aus Vereinen in Zwickau, Rositz, Belgern, Delitzsch, Torgau und Bitterfeld sowie anderweitige Besucher zählte die Gästeschar in der Sporthalle in Borna-Gnandorf, die am Ring bei Speise und Trank ins Gespräch kamen. Zu den Ehrengästen zählte der international erfolgreiche Faustkämpfer Sven Dahl, der auch als Frontmann des Oberligisten BC Chemnitz "Die Wölfe" seinem Bornaer Heimatverein immer treu blieb.

"Lothar, ich bin Dir für Deine jahrzehntelange Arbeit für den Boxsport in Borna unheimlich dankbar", ehrte Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) den unermüdlich agierenden Cheftrainer Lothar Scheida und überreichte dem 82-Jährigen als Präsent eine Vase. Der Boxer und Bornaer Linken-Stadtrat Renè Nöske würdigte die Aktivitäten des Präsidenten des SC Borna, Hans-Peter Hofmann, der mit Scheida die Bornaer Boxer über einige Strukturklippen führte und 1996 mit der Vereinsumwandlung hin zum Sportclub wieder eine schlagkräftige Boxstaffel auf die Beine stellte. Diese erlebte 2001 zur 750-Jahrfeier der Stadt Borna einen Höhepunkt, als sie im großen Festzelt einen Länderkampf gegen die Ukraine gewann.

Viele Erinnerungen wurden am Sonnabend wach, und Bornas Box- und Trainerikone Scheida war dabei einer der gefragten Gesprächspartner. "Ich bin 1956 nach einem verlorenen Qualifizierungskampf im Bantamgewicht gegen Wolfgang Behrendt nur knapp an einer Olympiadeteilnahme in Melbourne vorbeigeschrammt", erzählte der 82-Jährige, der zu DDR-Zeiten die Bornaer Dynamo-Staffel bis in die Oberliga führte. Tausende Zuschauer verfolgten die Punktkämpfe der Bornaer Boxer unter anderem auch vor Veranstaltungen auf dem Volksplatz. Der am 6. April 1932 im ostpreußischen Königsberg geborene Lothar Scheida formte stets auch international erfolgreiche Faustkämpfer wie den Drittplatzierten der Europameisterschaft, Enrico Baunack, und die Drittplatzierte der Frauenweltmeisterschaft, Silvia Rucker.

Nachdem auch der Bitterfelder Boxer Christian Dulz gespannt zugehört hatte, stieg er in den Ring, um per Sparringskampf gegen den Bornaer-SC-Präsidenten Hofmann den Zuschauern einige Schlagfertigkeiten zu vermitteln.

"Boxen ist sehr spannend", betonte die 19-jährige Bornaer Gymnasiastin Julia Gromotka, als sich deren Freund, der Bornaer Boxer Marc Glas, in einem Schlagabtausch mit einem Kämpfer des SV Roland Belgern befand. Später rief Präsident Hofmann zur Teilnahme am Intervalltraining mit Läufen und Schnellkraftübungen sowie zum Schattenboxen auf, an dem auch einige nicht aktive Gäste teilnahmen.

Wolfram Rethel erinnerte an einen Boxkampf im September 1993 in Frohburg, bei dem die Bornaer im Rahmen einer Miss-Westsachsen-Wahl in der Gaststätte "Grüne Aue" gegen den SC Berlin kämpften. "Da saß sogar die spätere Medienikone Verona Feldbusch, die bei dieser Misswahl als Jurymitglied fungierte, unter den Zuschauern", erzählte Rethel.

Von einer sehr guten Partnerschaft seines Boxvereins "Kraftwerk Rositz" mit dem SC Borna sprach Trainer Peter Petzold. "Hansi (Hans-Peter Hofmann) stand uns mit seinen Boxern getreu der These ,Holt die Jugend von der Straße in die Sporthalle' beim Aufbau unserer Mannschaft beharrlich zur Seite." Die Rositzer wünschen sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem SC Borna, die zwischenzeitlich in der gemeinsam ausgetragenen "Rositzer Boxnacht" gipfelte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.02.2014
Wolfgang Riedel

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