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Borna Brand-Ermittler sind mehreren Tätern auf der Spur
Region Borna Brand-Ermittler sind mehreren Tätern auf der Spur
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17:02 22.02.2010
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Groitzsch/Pegau

Zig Hinweisen und Spuren sind die Ermittler nachgegangen. Und tun es immer noch. Es ergaben sich mittlerweile erste Zusammenhänge. Ermittlungsergebnisse, die die Polizei „aus verfahrenstaktischen Gründen nicht öffentlich" kommentieren will. „Es wurden mehrere Zeugen gehört. Und es gibt mehrere Tatverdächtige. Da es sich aber momentan nur um Anfangsverdachte handelt, arbeiten die Kollegen weiter akribisch im Sinne einer Aufklärung der Ereignisse", war am Montag vom Sprecher der PD Westsachsen, Michael Hille zu erfahren. Wann in der Elsteraue tatsächlich von Erleichterung gesprochen werden kann, steht in den Sternen. Es könne keinesfalls festgestellt werden, dass die Brandserie der vergangenen Monate aufgeklärt ist oder kurz vor der Aufklärung steht. Hille: „Um das sagen zu können, brauchen wir Tatsachen. Zurzeit sind alles Verdachtsmomente." Das in Groitzsch aufgekommene Gerücht, die Polizei hätte die mutmaßlichen Täter gefasst, fand in Polizeikreisen keine Bestätigung. Lediglich zu einem Brand konnte eine Akte an die Staatsanwaltschaft Leipzig übergeben werden, so Hille. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, kennt die Ermittlungen der Polizei. Konkrete Verfahren seien aber noch nicht eingeleitet worden. „Entsprechend der Arbeit der Ermittlungsbehörden kann das aber kurzfristig so weit sein", so Schulz. Die Soko „Brände Groitzsch" arbeitet nach wie vor mit einer Stärke von fünf Beamten. Zu den beiden Kollegen des Bornaer Reviers, die schon bislang zu zahlreichen Bränden in der Region um Pegau und Groitzsch ermittelten, stießen im Januar Spezialisten von der Kriminalpolizeiinspektion. Mit dem Zuwachs vom Fachkommissariat soll die seit über einem Jahr anhaltende Brandserie in der Elsterregion beendet werden. Zumindest indirekt ist dieses Arbeitsziel erreicht. „Durch die Ermittlungen ist ein Verfolgungsdruck auf die Täter entstanden. Das sorgt aktuell dafür, dass es merkbar ruhiger geworden ist", schätzte Bornas Revierleiter, Thomas Krüger gestern ein. Die Ermittlungen dauern weiter an. „Es sind mehrere Zeugen vernommen worden. Weitere Anhörungen werden folgen", so Krüger. Auch die Feuerwehrleute haben Vorladungen bekommen. „Ich habe mehrfach ausgesagt. Unsere Feuerwehr hat der Polizei auch ansonsten alle Zuarbeit gemacht. Von daher ist es uns auch nicht verständlich, warum wir nicht wenigstens informiert wurden, auf welchem Weg die Ermittler sind", zeigte sich der Groitzscher Wehrleiter, Mario Zetzsche, leicht verschnupft - „wir erfahren da gar nichts". Gleichwohl Zetzsche bestätigen kann, dass es seit Bildung der Ermittlungsgruppe „ruhiger geworden" ist. 81 Mal ist seine Wehr im vergangenen Jahr ausgerückt - 53 Mal davon brannte es - statistisch betrachtet. Tatsächlich loderte es noch viel öfter: Die Mülltonnenbrände wurden in der Statistik als ein Einsatz verbucht.

Thomas Lieb

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