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Borna Brandau siegt mit Spaß vor Worrack
Region Borna Brandau siegt mit Spaß vor Worrack
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19:56 05.01.2014
Mit geschulterten Rädern den Anstieg am Bornaer Bauhof nach oben: Elisabeth Brandau (l.) hat Trixi Worrack ein paar Meter abgenommen. Quelle: Thomas Kube

Elisabeth Brandau aus Schönaich siegte vor der amtierenden Deutschen Meisterin und Zeitfahr-Weltmeisterin Trixi Worrack aus Dissen. Cup-Gesamtgewinner wurden die Dritte Lisa Heckmann (Erbach) sowie bei den Männern Michael Schweizer aus Wangen, der sich wie im Vorjahr in der Wyhrastadt durchsetzte.

Eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft in Döhlau (Bayern) war der abschließende elfte Cup-Lauf "Rund um die Witznitzer Kippe" für einen Großteil der bundesdeutschen Spitzenklasse im Querfeldeinfahren ein willkommener Härtetest. "Gefühlt war der Kurs ein bisschen lang", sagte Brandau (EBE-Racing-Team) über die Strecke, "aber schön. Hier brauchst du Druck und Technik. Es hat richtig Spaß gemacht." Tags zuvor noch beim Skifahren, war die Württembergerin erst nachts halb zwei in Borna eingetroffen. "Die Beine waren erst etwas schwer, aber dann lief es gut." Dabei war sie es schon, die das Feld nach der knappen Bahnrunde im Rudolf-Harbig-Stadion ins Gelände führte. An ihrem Hinterrad klebte Worrack (Team Specialized-Lululemon), mit der die Organisatoren vom RSV Radsport Borna gar nicht mehr gerechnet hatten, so kurzfristig war ihre Zusage erfolgt.

Borna. Eine starke Vorstellung gaben die Favoriten beim Deutschland-Cup-Finale der Radcrosser am Sonnabend in Borna. Siegerin Elisabeth Brandau und Zeitfahr-Weltmeisterin Trixi Worrack dominierten bei den Frauen die Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft am 12. Januar. Dann will die diesmal Zweitplatzierte ihren Titel verteidigen. Bei den Männern gewann Michael Schweizer vor Ole Quast.

Schnell setzten sich die zwei ab. Zwischenzeitlich schien es, als könnte die gebürtige Cottbusserin, die inzwischen in Niedersachsen lebt, einen Alleingang starten. Doch Brandau biss sich wieder heran. "Dann hatte Trixi wohl ein Schaltungsproblem, so dass ich etwas Abstand herausfahren konnte", sagte die 28-Jährige. Diesen Vorsprung ließ sie sich nicht mehr abnehmen.

Die schließlich um 19 Sekunden distanzierte Kontrahentin war auch als Zweite zufrieden. "Ich bin doch keine Cross-Spezialistin", sagte Worrack, trotz ihres DM-Siegs von Anfang 2013. "Für mich war das eine Abwechslung zum Training und eine Vorbereitung auf Döhlau." Da kam ihr gerade recht, dass "die schwere Strecke alles dabei hatte, Treppe, Anstiege, Abfahrten, technische Schwierigkeiten". Letztere hatte die 32-Jährige jedoch auch ein wenig mit ihrem Rad. Ganz nach vorn reichte es damit nicht. Für den Silberrang hätte sie am Ende der fünf Runden aber wohl auch laufen können.

Heckmann (Stevens Frauen Team), die vor 13 Monaten Borna-Siegerin gewesen und mit nur einem Punkt Rückstand als Zweite der Cup-Wertung ins Rennen gegangen war, verlor schon früh den Anschluss zum Spitzenduo. Im Ziel lag die Hessin knapp zwei Minuten hinter Worrack. Das übrige Feld, darunter die Gesamtführende Susanne Juranek aus Oldenburg, ließ sie allerdings deutlich hinter sich. Mit den Punkten für Platz drei wiederholte Lisa Heckmann ihren Triumph in der Deutschland-Cup-Serie aus der vorigen Saison.

Bei den Männern war alles auf den Zweikampf von Titelverteidiger Ole Quast sowie Schweizer (beide Stevens Racing Team) hinausgelaufen, da beide das Klassement mit großem Abstand angeführt hatten, selbst aber nur einen Zähler getrennt waren. Ihre Konkurrenz konnte auch im Kampf um den Tagessieg nicht eingreifen. Nach der zweiten von neun Runden waren die Teamkollegen weit vorn, nach der dritten hatte Schweizer gut 20 Meter Vorsprung auf Quast. Nicht viel bei der verbliebenen anstrengenden Distanz. Doch musste der Hamburger dann weiter abreißen lassen. "Michael war heute einfach stärker. Ich habe mich nicht so gefühlt", sagte der 24-Jährige. Ob er enttäuscht sei? "Na ja. Der Sieg ist im Team geblieben. Für die Gesamtwertung habe ich schon bei anderen Läufen die entscheidenden Punkte liegengelassen."

Klar, dass Schweizer als Sieger von einem "schönen Rennen" sprach. "Ole und ich wollten als letzte DM-Vorbereitung unbedingt noch mal am Limit fahren", sagte der Allgäuer. Seins lag diesmal um einiges höher, stellte sich schließlich heraus. Damit war der 22-Jährige nicht nur erneut in Borna erfolgreich, sondern schob sich ebenso im Cup-Endspurt an die Spitze. "Ich habe ein gutes Verhältnis zu Ole, ich hoffe, dass das trotzdem so bleibt", meinte er schmunzelnd.

"Ein tolles Gelände mit viel Abwechslung", lobte Schweizer. "Das erfordert Geschick und Kraft. Es gibt relativ wenig Gelegenheit, sich zu erholen." Das mache den Kurs schwer und komme Technikern entgegen. "Eine super Strecke, sehr kraftvoll", gab ihm Quast recht. "Das wird eine interessante Deutsche Meisterschaft im nächsten Jahr", blickte er schon auf den nächsten Radcross-Höhepunkt in Borna.

Zum starken Stevens-Auftritt trugen Yannick Gruner, Jannik Geisler und Max Lindenau als Dritter, Fünfter und Sechster bei. Alle drei sind noch U-23-Fahrer. Für Lindenau bedeutete das nicht nur den Sieg in der Cup-Gesamtwertung dieser Nachwuchsklasse, sondern immerhin auch den inoffiziellen vierten Platz bei den Elite-Männern. Dritter hinter Schweizer und Quast wurde dort der Tagesvierte Sascha Wagner vom RFC Roßbach (Hessen).

Am gestrigen Sonntag wurde das Deutschland-Cup-Finale mit Crossläufen der Akteure bis zur U 13 sowie Rennen der U 15, U 17 und Senioren fortgesetzt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.01.2014

Olaf Krenz

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