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Brandschützer aus Groitzsch und Pegau könnten künftig gemeinsam ausrücken

Feuerwehr Brandschützer aus Groitzsch und Pegau könnten künftig gemeinsam ausrücken

Die Stadtverwaltung Groitzsch arbeitet derzeit an einem Entwurf für eine sogenannte Löschhilfevereinbarung mit der Stadt Pegau. Hintergrund dafür ist, dass es in Groitzsch zu wenig Atemschutzgeräteträger gibt. Doch die Vereinbarung geht darüber hinaus. Zukünftig könnten beide Wehren im Brandfall gleichzeitig alarmiert werden.

Vorführung beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Groitzsch im Jahr 2013.

Quelle: Julia Tonne

Groitzsch/Pegau. Die Stadtverwaltung Groitzsch arbeitet derzeit an einem Entwurf für eine sogenannte Löschhilfevereinbarung mit der Stadt Pegau. Hintergrund dafür ist, dass es in Groitzsch zu wenige Atemschutzgeräteträger gibt. „Das Problem besteht darin, dass die wenigen tagsüber auch kaum abrufbar sind“, erklärt die Groitzscher Hauptamtsleiterin Silke Große. Deshalb gebe es die Überlegung, dass die beiden Kommunen im Notfall eng zusammenarbeiten. Das ist unter anderem Bestandteil des neuen Brandschutzbedarfsplans, der ebenfalls gerade überarbeitet wird.

Laut Brandschutzprüfer Lutz Delling müssten mindestens vier Atemschutzgeräteträger verfügbar sein, wenn es zum Brand kommt. Denn die würden sich nach kurzer Zeit abwechseln. Ein bis zwei Stunden könne ein Feuerwehrmann unter Atemschutz arbeiten, danach müsse er dringend pausieren. Doch in Groitzsch seien die Kameraden mit der Zusatzausbildung, die übrigens die Stadtverwaltung zahlt, Mangelware. Was unter anderem daran liegt, dass dafür junge und fitte Männer und Frauen gesucht werden. „Die müssen deshalb sehr sportlich sein, weil sie zur Feuerwehrausrüstung zusätzlich noch etwa 30 Kilogramm mehr Gewicht tragen“, begründet Delling.

Doch die angestrebte Vereinbarung, die bereits im Pegauer Rathaus zur Überprüfung vorliegt, geht weit über die Atemschutzgeräteträger hinaus. Der Entwurf beinhaltet zudem, dass bei einem Brand in Groitzsch die Feuerwehr in Pegau gleichzeitig mit alarmiert wird, die dann mit Fahrzeugen und Personal aushelfen könnte. „Gelingt die Vereinbarung, werden damit Defizite behoben“, erklärt Große. In Pegau stößt der Entwurf auf offene Ohren. „Wir sind gut bestückt, was Atemschutzträger betrifft“, sagt Ronny Wiesner, bei der Pegauer Stadtverwaltung zuständig für Brandschutz. Bisher sei die Pegauer Wehr im Bedarfsfall nachalarmiert worden, „doch das kostet zu viel Zeit“. Ist die Löschhilfevereinbarung unterschrieben, könne sie zukünftig sofort mit ausrücken.

Bei der Überarbeitung des Groitzscher Brandschutzbedarfsplans sind in den vergangenen Wochen auch die Löschwasserteiche genauer unter die Lupe genommen worden. „Dort gibt es zum Teil aber keine gesicherten Aufstellflächen für die Feuerwehr, zudem sind sie nicht immer voll oder im Winter zugefroren“, macht Große deutlich. Weil neue Teiche und Zisternen aber zu teuer sind, hat sich die Stadt dazu entschlossen, Löschwasserbrunnen bauen zu lassen. Insgesamt sollen im Stadtgebiet und in den Ortsteilen 16 Brunnen entstehen, acht sind bereits in Arbeit oder fertig. In diesem Jahr sollen die letzten acht folgen, doch noch sind die Fördermittelanträge noch nicht beschieden.

Zwischen 20 000 und 25 000 Euro kostet ein Brunnen, wenn dieser mit einer Zusatzpumpe ausgestattet ist. Denn die fahrzeugeigenen Pumpen der Wehren kommen nur bis zu neun Meter tief, die meisten Brunnen aber sind laut Delling zwischen 30 und 50 Meter tief, weshalb zusätzliche Pumpen benötigt werden.

Von Julia Tonne

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