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Borna Braugut Oderwitz mit Landbäckerei und Gewölbe-Restaurant geht in die heiße Phase
Region Borna Braugut Oderwitz mit Landbäckerei und Gewölbe-Restaurant geht in die heiße Phase
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00:18 26.05.2017
In Elstertrebnitz könnte sich bald neues Gewerbe ansiedeln: Auf dem Gelände des Braugutes Oderwitz – unmittelbar neben der Eisenmühle gelegen – sollen in den nächsten Jahren eine Landbäckerei, ein Bürogebäude sowie ein Gewölbe-Restaurant entstehen. Quelle: Julia Tonne
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Elstertrebnitz

Die Idee vom Gewerbepark „Braugut Oderwitz“ braucht Zeit zum Reifen wie ein saftiges Brot. Und der Elstertrebnitzer Projektleiter Lars Arndt (36) gewährt sie ihr, will für seinen großen Lebenstraum nichts überstürzen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung ist sein Vorhaben nun ein gutes Stück vorangekommen, tritt laut Bürgermeister David Zühlke (CDU) sogar „in die heiße Phase“ ein. Schon in ihrer aktuellen Bewerbung zum Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nennt die Gemeinde Elstertrebnitz den geplanten Gewerbepark in einem Atemzug mit anderen gastronomischen Einrichtungen wie dem Bauerncafé, Gasthof Greitschütz und der Sportgaststätte.

Nachdem Arndt alle Unterlagen im Landratsamt eingereicht hat, verabschiedeten die Gemeinderäte eine Durchführungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Elstertrebnitz und dem Investor, in der alle baulichen Details sowie die zeitliche Abfolge geregelt sind. Ein wesentlicher Punkt besagt, dass auf die Gemeinde keinerlei Kosten zukommen werden, so Zühlke weiter.

Das Gelände des Braugutes Oderwitz sowie einige umliegende Flurstücke umfassen rund 14 000 Quadratmeter. Einsturzgefährdete Gebäude hat der Grundstückseigentümer bereits entfernen lassen und damit Platz für Neues geschaffen. Momentan befinden sich auf dem Areal noch drei Gewölbekeller, in denen früher Lebensmittel und Fässer eingelagert wurden und die heute zum Teil unter massiven Feuchtigkeitsschäden leiden, sowie ein Nebengebäude unter Denkmalschutz. Hier soll laut Durchführungsvereinbarung im Zeitraum von 2018 bis 2021/22 ein kleiner Gewerbepark mit Landbäckerei, Restaurant, Büros und Produktionshalle entstehen.

Los geht es mit der Landbäckerei, die eine Investition von annähernd 400 000 Euro verlangt. Geld, das Lars Arndt nicht mal so eben aus dem Ärmel schüttelt, sondern für das er Förderung über das europäische Leader-Programm beantragt. Das Bäckereigebäude wird die Maße 12 mal 20 Meter haben und neben dem Verkaufstresen auch ein kleines Café für maximal 20 Personen bekommen. Geplant ist ferner eine Terrasse von 200 Quadratmetern, für die ausschließlich natürliche Materialien wie Sandstein, Granit, Marmor und Massivholz verwendet werden sollen.

Unmittelbar an der Bundesstraße 2 entsteht ein Parkplatz für etwa 40 Pkw, zwei Lkw und mit zwei Behindertenparkplätzen. „Wir liegen direkt an der B 2 zwischen Gera und Leipzig: Hier fahren täglich Tausende Pendler hin und her. Das bietet sich geradezu an“, findet der Elstertrebnitzer.

Als zweiter Schritt soll der Gewölbekeller zu einem gehobenen Restaurant für 20 bis 30 Personen um- und ausgebaut werden. Denkbar sei auch eine kleine Showbrauerei, um den Kreis zum ehemaligen Braugut zu schließen. Darüber hinaus ist ein Bürogebäude vorgesehen, in dem sich der Investor unter anderem eine Arztpraxis und Büros vorstellen könne.

Von Kathrin Haase

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