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Braund im Restloch wurde zur Initialzündung für Spielplatz in Deutzen

Braund im Restloch wurde zur Initialzündung für Spielplatz in Deutzen

Ein Brand im ehemaligen Restloch eines Tagebaus der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft wurde zur Initialzündung für den Deutzener Spielplatz. Nachdem die Kommune jahrelang um die Finanzierung für das Projekt gerungen hatte, konnte sie jetzt das Bergbauunternehmen mit ins Boot holen.

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Symbolischer Akt (v.l.): Bergbau-Direktor Ralf Lehner, Bürgermeister Thomas Hellriegel und Jens Buder helfen beim ersten Spatenstich für den Spielplatz.

Quelle: René Beuckert

Als Wiedergutmachung für den Qualm, der während des Brandes in der Luft hing. Mit dem erstes Spatenstich am Sonnabend ist der Bau auf den Weg gebracht worden.

"Wir haben den Spielplatz nie aus den Augen verloren", sagte Ortsvorsteherin Marika Nowak. Nachdem der Ort Neukieritzsch angegliedert worden war, rückte das Projekt auf die Prioritätenliste. Damals war dafür ein Rahmen von 10 000 Euro veranschlagt worden. "Das war ein viel zu kleines Budget, hätte gerade für einen soliden Unterbau gereicht", meinte Marika Nowak. Ursprünglich sollte der Spielplatz an der Schule entstehen. Diese Pläne wurden vom Gemeinderat nicht unterstützt, weil er die Forderung aufmachte, den Spielplatz an einem öffentlichen Platz zu errichten. Mittlerweile gibt es mit dem freien Areal zwischen Schule und Kindergarten einen neuen Standort. Mit Unterstützung des Bergbauunternehmens kann jetzt auch etwas größer geplant werden.

Eine Bürgerkontaktgruppe, der Jens Buder angehört, hat die Pläne besonders vorangetrieben. "Wir vertreten die Interessen der Bürger und sind quasi das Bindeglied zwischen Bevölkerung und Mibrag", so Buder. Bei einer der regelmäßigen Zusammenkünfte habe er die Emissionen angesprochen, die bei normaler Witterung und im speziellen Fall der Tagebaubrände ausgehen. "Die Mibrag erklärte sich sofort bereit, den Spielplatzbau zu unterstützen und stellt dafür 50 000 Euro bereit", sagte Buder weiter.

Der neu gewählte Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) nahm als erste öffentliche Amtshandlung auch den ersten Spatenstich wahr. "Es ist schön, dass für die Kinder im Ort etwas geschaffen werden kann", sagte er am Sonnabend. Auch sei er über den neuen Standort froh, der frei zugänglich sei und damit auch an den Wochenenden den Kindern zur Verfügung stehe. Besonders freue ihn, dass die Bürgerkontaktgruppe nicht locker gelassen und den Spielplatz ganz oben auf ihrer Vorrangliste platziert habe. Beim Projekt für die Spielanlage seien Kindergarten, Schule und die Eltern mit einbezogen worden. "Dadurch hat die Planungsphase zwar etwas länger gedauert, doch letztendlich entsteht eine Spielgelegenheit, die viele Belange berücksichtigt. Auch die laufenden Kosten für den künftigen Erhalt des Spielplatzes finden im Haushaltplan Berücksichtigung", unterstrich Hellriegel.

Den offiziellen Akt des ersten Spatenstiches ließen sich die Kinder nicht entgehen und bohrten das Baugerät in den Sand. Hier sollen noch in diesem Jahr Klettergerüste, Schaukeln und diverse andere Objekte aufgestellt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.08.2015
René Beuckert

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