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Braunes Wasser in Espenhain

Braunes Wasser in Espenhain

Espenhain. Ein Wasserrohrbruch legte am Sonntag die Trinkwasserversorgung von zehn Häusern in der Espenhainer Leipziger Straße lahm. Das austretende Wasser floss Augenzeugen zufolge auf der B 95 entlang.

Die betroffenen Bürger erhielten Wassertanks mit braunem Wasser, das die Gemüter erhitzte. Der Schaden konnte gestern Nachmittag behoben werden.

„Am Sonntag wollte ich den Hahn aufdrehen. Es kam nur Luft raus", erzählte Simone Daßler (43). Krampfhaft habe sie versucht, einen Zuständigen zu finden, der sich des Schadens annimmt. „Es war eine Odyssee einen Ansprechpartner zu finden", schimpfte sie. Da ihr nicht bekannt war, dass der Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land zuständig ist, kämpfte sie sich über mehrere Behörden zum Zweckverband durch. „Wir haben einen 24-Stunden-Havariedienst", erklärte der Betriebsleiter Michael Spitzner vom Trink- und Abwasserzweckverband Bornaer Land. Laut Spitzner gab es ein Leck an einem Rohr, dass sich unter der B 95 befindet.„Wir warten auf den Absperrbetrieb. Dann ziehen wir ein Rohr mit einem Durchmesser von 80 mm durch das Bestehende", erklärte Danny Hunschok vom Abwasserverband, der die Regie vor Ort inne hat. Für die Reparatur musste ein Stück der Fahrbahn zwischen Espenhain und Kitzscher einseitig gesperrt werden.Der Schaden könne nur provisorischen behoben werden. „Die grundlegende Reparatur müsse geplant werden", erklärte Spitzner. Allerdings reiche die Dimension des eingezogenen Rohres nicht aus, dass die Feuerwehr Wasser aus den Hydranten nehmen kann. „Darüber sei der Bürgermeister und die Freiwillige Feuerwehr Espenhain informiert", erklärte Spitzner.Ein 1500-Liter- und ein 1000-Liter-Wassertank wurden in der Zwischenzeit für die notwendigste Versorgung der Bürger aufgestellt. Diese Behälter ließ der Verband bereits am Sonntag im Wohngebiet platzieren. Allerdings erhitzten diese die Gemüter: das Wasser war braun. „Es kann doch nicht sein, dass wir die braune Brühe trinken sollen", schimpfte Horst Groß (45). Es wurde am Nachmittag ausgetauscht. Jedoch hatte auch dieses einen bräunlichen Schimmer. Kirstin Mund (41) hoffte gestern Mittag, dass der Schaden schnell behoben ist. „Wir sind aus dem Urlaub gekommen, da gibt es viel zu waschen", meinte sie. „Mein Kind ist vier, dem getraue ich nicht, das Wasser zu geben", so Mund. Sie habe Mineralwasser gekauft. „Wir wollen Mittagessen kochen. Mit dem Wasser geht das nicht", schimpfte Ralf Mäthe (50). Hart traf es auch das „Grillhaus". „Heute früh habe ich davon erfahren und 30 Liter Wasser aus Leipzig mitgebracht. 50 Liter holten wir aus Borna", erzählte der Geschäftsführer Eddim Attar (41). Schließlich könne er das Brauchwasser nicht zum Kaffeekochen verwenden. Seine Mitarbeiter holten gerade Wasser zum Aufwaschen aus dem Tankfahrzeug. Dazu sei die Qualität ausreichend.  Spitzner erklärte, dass das Wasser Brauchwasser sei und nur im abgekochten Zustand getrunken werden könnte, besser sei jedoch Mineralwasser. „Wir versäumten allerdings, Schilder mit der Aufschrift Brauchwasser drauf zu kleben", erklärte er. Dafür möchte er sich entschuldigen.

Cornelia Braun

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