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Borna Breitenbuch: „Wir brauchen Abschusspläne für Wölfe in Sachsen“
Region Borna Breitenbuch: „Wir brauchen Abschusspläne für Wölfe in Sachsen“
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00:17 13.02.2018
Georg-Ludwig von Breitenbuch. Quelle: CDU
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Landkreis Leipzig

Der Wolf ist der Lackmustest für die Politik. Davon ist der CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisparteichef Georg-Ludwig von Breitenbuch überzeugt. Für das Raubtier müssten Abschusspläne entwickelt werden. Zugleich fordert von Breitenbuch vor dem Hintergrund der Schweinepest einen anderen Umgang mit Wildschweinen.

„Der Wolf hat eine politische Bedeutung, weit über das Jagdrecht hinaus“, so der 47-Jährige, der auch stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion ist. Immer wieder müssten Schäfer in Sachsen fürchten, brutale Bilder zu sehen, wenn etwa halb lebende Schafe nach einem Wolfsangriff zurückblieben. „Das ist eine Zumutung, was wir da mit Menschen und Tieren machen.“ Und weiter: „Das geht so nicht.“ Es gebe in der Lausitz zu viele Wölfe, deren Zahl reduziert werden müsse. Das sei eine Forderung, die sich längst auch in den Wahlergebnissen äußere. „Daran muss sich die Politik ausrichten.“

Abschuss für Wolf und Wildschwein

Die CDU kämpfe dafür, dass sich der Schutzstatus des Wolfes ändere. Zwar seien Wölfe bereits im Jahr 2012 ins Jagdrecht aufgenommen worden, „er ist aber nach wie vor streng geschützt“. Deshalb sollten ähnlich wie beim Rotwild Abschusspläne entwickelt werden. Von Breitenbuch: „Wir brauchen ein politisches Signal, dass endlich mal ein Wolf geschossen wird. Schließlich ist er ein wildes Tier.“

Ein konsequentes Vorgehen fordert der Landtagsabgeordnete mit Wohnsitz Kohren-Sahlis auch beim Umgang mit Wildschweinen. Weil die Tiere die Schweinepest übertragen können, stellten sie eine Gefahr für Schweinehalter in Sachsen dar – mit konkreten ökonomischen Auswirkungen. Von Breitenbuch macht sich deshalb dafür stark, auch Bachen zu bejagen, sofern die keine Frischlinge mehr säugen. Dabei gehe es aber nicht mehr um die klassische Jagd, „sondern letztlich um die Tötung der Tiere“. Sollte es deswegen zu große Mengen Fleisch von Wildschweinen geben, für die es keine Absatzmöglichkeiten gebe, müsse sie der Staat aufkaufen.

Von Nikos Natsidis

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