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Borna Breitseite der Edeka-Geschäftsführung
Region Borna Breitseite der Edeka-Geschäftsführung
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15:12 07.07.2010
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. Die Gewerkschaft weist das zurück.

Wir bekommen keine sechs Millionen Euro Fördergeld", erklärt Stefan Rohrer, Geschäftsführer von Edeka Nordbayern/Sachsen/Thüringen. Das sei eine haltlose Behauptung der Gewerkschaft. „Die Stadt Berbersdorf erhält Fördermittel", so Rohrer weiter, und die bekomme die Kommune an der Autobahn bei Chemnitz für ihr Gewerbegebiet, auf dem sich auch andere Unternehmen ansiedelten. Im Übrigen, so der Edeka-Chef, sei es unter den aktuellen Verhältnissen so, dass sein Unternehmen überall, wo es sich niederlassen wolle, ein günstiges Grundstück erhalte.

Dass seine Firma die Mitarbeiter in dennoch existierenden Lagern in Borna und Hof/Staucha nach dem Umzug nach Berbersdorf zunächst entlasse, sei eine rechtliche Frage. Den bisherigen Mitarbeitern würde möglicherweise ein Arbeitsplatz angeboten. Ob und wie viele das seien, lasse sich jetzt noch nicht sagen, so Rohrer weiter. Das hänge von der Technik ab, und dabei sei keineswegs klar, „ob wir ein Lager mit 80 Prozent Technisierung haben oder nur mit 20 Prozent". Es sei allerdings heute nicht unüblich, dass etwa der Wareneingang vollautomatisch erfolge. In der Sozialvereinbarung, die die Gewerkschaft und Edeka in der Vorweihnachtszeit unterzeichnet hatten, sei keineswegs vertraglich vereinbart worden, „dass jeder einen Arbeitsplatz in Berbersdorf bekommt". Vielmehr sei mit der Gewerkschaft eine Vereinbarung geschlossen worden, „dass wir den Arbeitnehmern einen Arbeitsplatz anbieten dürfen", sagt Rohrer weiter. Die Betriebsräte hätten der Belegschaft dagegen aber erklärt, die hätte die Wahlmöglichkeit zwischen neuem Arbeitsplatz und Abfindung.

Die Abfindungen seien im Übrigen höher „als das, was Edeka Nordbayern sonst zahlt". Denn: „Natürlich werden einige Mitarbeiter keinen Arbeitsplatz mehr haben.

Verdi-Sekretärin Sylke Hustan wies die Erklärung des Edeka-Geschäftsführers zurück. Es stimme zwar, dass die sächsischen Fördergelder vom sechs Millionen Euro zunächst an die Gemeinde Berbersdorf flössen. Weil damit aber auch das neue Edeka-Grundstück erschlossen werde, „fließen dann doch wieder Steuergelder an Edeka". In der Präambel des Sozialtarifvertrages vom Dezember stehe, es sei Ziel, jedem Arbeitnehmer die Wahlmöglichkeit zwischen neuem Arbeitsplatz und Abfindung anzubieten. Das, so Hustan, habe die Geschäftsführung auch auf mehreren Belegschaftsversammlungen erklärt. „Dafür gibt es etwa 500 Zeugen."

Nikos Natsidis

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