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Borna Briefwahl immer beliebter
Region Borna Briefwahl immer beliebter
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15:46 19.05.2015
Wahlplakate bestimmen in diesen Tagen auch in Borna das Stadtbild. Quelle: Jens Paul Taubert

Aus Sicht von Kreiswahlleiter Gerold Müller ist für den Sonntag alles im grünen Bereich. In den 34 Kommunen im Wahlkreis Leipzig-Land haben morgen von 8 bis 18 Uhr insgesamt 263 Wahllokale geöffnet. Außerdem gibt es zwischen Hohburger Bergen und Kohrener Land 31 Briefwahlbezirke, aufgrund der großen Bevölkerungszahl in Markkleeberg sogar drei sowie in Borna und Grimma je zwei. "Die Briefwahl nimmt immer mehr zu", hat Müller beobachtet. Mitte der Woche hätten einige Kommunen signalisiert, dass schon jetzt mehr Briefwähler gezählt wurden als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Müller schätzt, dass "deutlich über zehn Prozent, eher 15 Prozent" der Wahlberechtigten die Briefwahl nutzen. Die Stimme vor dem eigentlichen Wahltag abzugeben, wird dem Wähler leicht gemacht. "Man muss keinen Grund mehr angeben", sagt Müllers Stellvertreter Arnd Bergmeier.

Im Wahlkreis sind morgen wieder Meinungsforscher unterwegs. Infratest dimap, das die ARD am Wahltag mit Informationen für Prognosen, Hochrechnungen und Analysen füttert, schickt je einen Korrespondenten an ein Wahllokal in Borna, Frohburg und Espenhain. Sie bitten die Wähler nach Verlassen des Wahlraums, einen kurzen Fragebogen auszufüllen. Stündlich geben die Korrespondenten die Ergebnisse per Telefon an die Datenzentrale. Die für RTL arbeitende Forschungsgesellschaft Forsa steht mit einem Interviewer vor einem Wahllokal in Neukieritzsch. Die Forschungsgruppe Wahlen, tätig für das ZDF, wollte "aus Datenschutzgründen" keine Angaben zu den Einsatzorten machen.

Der Analyse des Wahlverhaltens dienen in Deutschland auch sogenannte repräsentative Wahlbezirke. Im hiesigen Wahlkreis-Land sind dafür zwölf Urnen- und ein Briefwahllokal ausgewählt - in Bennewitz, Borna, Colditz, Frohburg, Grimma, Groitzsch, Naunhof, Pegau/Elstertrebnitz, Thallwitz und Zwenkau. "Die Stimmzettel haben hier am oberen rechten Rand einen Zusatzaufdruck", erklärt Bergmeier. Damit sind Geschlecht und das ungefähre Alter des Wählers erkennbar.

Müller und Bergmeier, beide neu im Geschäft, wagen keine Prognose, wann in etwa morgen Abend für den Wahlkreis das vorläufige Endergebnis feststehen könnte. In der Regel dauert in den Briefwahllokalen die Auszählung am längsten. Zudem führten Fusionen zu größeren Kommunen, in Grimma etwa müssen die Ergebnisse aus 23 Wahlbezirken zusammenfließen. Immerhin beschleunigt inzwischen die moderne Technik die Übermittlung der Daten. Laut Müller sind nur noch drei der 34 Kommunen nicht an das Internet gestützte Programm zur Erfassung und Berechnung der Ergebnisse sowie zum schnellen Daten-Transfer an das Statistische Landesamt angeschlossen. Die Beteiligung am Online-Verbund sei kein gesetzliches Muss, so Müller.

Im Landkreis werden morgen auch zwei Bürgermeister gewählt, in Markkleeberg und Thallwitz. Hier müssen sich die Einwohner noch länger gedulden, ehe das Ergebnis zum neuen Oberhaupt vorliegt. Bei der Auszählung der Stimmen habe die höhere Wahl immer Vorrang, erläutert Bergmeier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.09.2013

Prenzel, Frank

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