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Borna Brikettfabrik Neukirchen versteigert
Region Borna Brikettfabrik Neukirchen versteigert
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00:51 28.04.2018
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Borna

Über mögliche neue Nutzungspläne für die Brikettfabrik gibt der neue Eigentümer noch nicht viel preis. Die Discothek „Cult“ soll es aber auch in Zukunft geben. Es ist sozusagen das Ende einer bald unendlich scheinenden Geschichte. Zwar konnte das „Cult“ im November Jubiläum feiern, aber da lag der hoffnungsvolle Beginn einer schönen Zukunft schon ein Jahrzehnt zurück. Im Jahr 1999 war die sanierte Brikettfabrik Neukirchen, ein Renommierprojekt bei der Umwandlung des Leipziger Südraums, mit großem Tamtam eingeweiht worden. Immerhin hatten hier von 1887 an 84 Jahre an die Brikettpressen gerattert. Unter der Überschrift „terra cultura“ galt die Ex-Fabrik als ein Paradebeispiel, die für den gelungenen Wechsel der Nutzungsmöglichkeiten stand. Büros, eine Gaststätte und ein Fitnessstudio zogen ein. Jahre später wechselten die Mieter oder verschwanden ganz; nur das „Cult“ lockte nach wie vor die tanzwütige Jugend, und zwar keineswegs nur aus dem nahen Bornaer Umland. Eigentümer war zuletzt die Sparkasse Westholstein, die das Objekt südlich von Borna auf den beachtlichen Verkehrswert von 700 000 Euro taxierte, es aber fast schon wie Sauerbier anbieten musste. Nicht zuletzt deshalb hatte sich Oberbürgermeisterin Simone Luedtke vehement dagegen gewehrt, die Brikettfabrik in städtische Hand zu überführen. „Für uns zu teuer“, lautete ihre Standardbegründung. Das ist nunmehr kein Thema mehr. Mit der Leipziger Firma L-Invest, die seit letztem Jahr im Immobilienbereich aktiv ist, gibt es einen neuen Eigentümer. Auch wenn sich L-Invest-Geschäftsführerin Veneta Schunk nicht offiziell zum Verkaufspreis äußern will, ist von 450 000 Euro die Rede, erheblich weniger als von der Sparkasse Westholstein veranschlagt. „Wir sehen ein großes Potenzial n der Brikettfabrik“, so Schunk auf LVZ-Anfrage. In jedem Fall bleibe die Discothek im Haus, die erfolgreich sei und zudem an den Standort passe. Zugleich habe L-Invest neue Nutzungspläne, deretwegen das Gebäude umgebaut werde. Dabei, so Schunk weiter, könnten auch neue Arbeitsplätze entstehen. Bei der Entscheidung zum Erwerb der Brikettfabrik sei die künftige Autobahn nicht ausschlaggebend gewesen. Dennoch sei die neue Trasse zweifellos ein Vorteil.

Nikos Natsidis

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