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Borna Brötchen statt Bier: Elstertrebnitzer plant Landbäckerei auf ehemaligem Braugut
Region Borna Brötchen statt Bier: Elstertrebnitzer plant Landbäckerei auf ehemaligem Braugut
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07:00 26.08.2016
Handwerklich hergestellte Brote und Brötchen möchte der Elstertrebnitzer Lars Arndt in seiner Landbäckerei anbieten. Wenn die Fördermittelfrage geklärt ist, könnte es Mitte 2017 mit dem Bau losgehen. Quelle: dpa
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Elstertrebnitz

Brot- und Brötchenteig, der noch Zeit zum Reifen hat und ausschließlich von Hand geformt wird. Kuchen und Torten, die mit Obst aus der Region belegt werden – ohne künstliche Zusätze und Aromen, einfach und gut wie aus Omas altem Herd. Diesen Traum von einer Landbäckerei möchte der Elstertrebnitzer Lars Arndt gerne vor seiner Haustür verwirklichen.

Der 35-Jährige ist im G-Dorf neben der Eisenmühle und dem ehemaligen Braugut Oderwitz aufgewachsen und dort noch heute zu Hause. Die Idee mit der Landbäckerei wurde vor einiger Zeit auf seiner Terrasse geboren – bei einer Tasse Kaffee. „Ich denke, dass die Menschen bereit sind für ein vernünftiges Bauernbrot und ordentliche Brötchen, für gute, handwerklich hergestellte Lebensmittel, auch ein paar Cent mehr auszugeben. Und dann liegen wir direkt an der B2 zwischen Gera und Leipzig: Hier fahren täglich tausende Pendler hin und her. Das bietet sich geradezu an.“

Neben Bäckerei sind auch Restaurant und Büros geplant

Das Gelände des Braugutes als auch einige umliegende Flurstücke – insgesamt 14 000 Quadratmeter groß – gehören Lars Arndt. Einsturzgefährdete Gebäude hat er bereits abreißen lassen und damit Platz für Neues geschaffen. „Eine Restaurierung hätte weit über eine Million Euro gekostet“, hat sich der Projektleiter kundig gemacht, „das hätte sich nicht gelohnt.“ Nun plant er auf dem riesigen Areal neben der Landbäckerei ebenso ein Bürogebäude sowie ein Restaurant in Verbindung mit dem 400 Quadratmeter großen Gewölbekeller. „Doch immer schön der Reihe nach“, will der junge Mann nichts überstürzen. Mit der Bäckerei soll es losgehen, „und wenn die sich trägt, mache ich weiter“, erzählt er der LVZ.

Bei Förderung über Leader wäre Baustart Mitte 2017 denkbar

Mit einer Investition von 400 000 Euro rechnet Lars Arndt allein für das erste große Vorhaben. Geld, das er nicht mal so eben aus dem Ärmel schüttelt, sondern für das er Förderung über das europäische Leader-Programm beantragen möchte. „Es gab schon eine Ortsbegehung mit verschiedenen Behörden“, so der 35-Jährige, „und sowohl das Denkmalschutzamt als auch das Landesstraßenbauamt hatten keine Einwände.“ Auch im Gemeinderat stellte er sein Projekt bereits interessierten Gästen vor – und stieß auf großes Interesse. „Ich werde im Dorf immer mal gefragt, wann es denn losgeht. Aber zuerst muss die Förderung geklärt sein. Ich bin da guter Dinge.“ Wenn alles glatt läuft, könnte Mitte 2017 mit dem Bau begonnen werden. „Es soll etwas Vernünftiges sein, das Substanz hat, und kein Schnellschuss werden.“

Das Bäckereigebäude wird die Maße 12 mal 20 Meter haben und neben dem Verkaufstresen auch ein kleines Café für maximal 20 Personen bekommen. Unmittelbar an der B2 entsteht zudem ein Parkplatz für etwa 40 Pkw, zwei Lkw und zwei Behindertenparkplätze. Erst im zweiten Schritt folgt das Bürogebäude, in dem sich Lars Arndt unter anderem eine Arztpraxis, Physiotherapie oder ähnliches vorstellen könne. „Aber das ergibt sich, wenn es soweit ist.“

Von Kathrin Haase

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