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Brücke in Wyhra erneuert: Oberscharbach kann wieder ungehindert fließen

Flutschäden beseitigt Brücke in Wyhra erneuert: Oberscharbach kann wieder ungehindert fließen

Er plätschert leise vor sich hin, als könnte er kein Wässerchen trüben. Der Oberscharbach, der am Ortseingang von Wyhra die Kreisstraße 7933 nach Trähna kreuzt, hat momentan noch viel Luft nach oben. Seit Mai waren aufwändige Bauarbeiten am Ringweg im Gange. Im Zuge der Hochwassersanierung hat der Freistaat Mittel aus dem Flutfonds locker gemacht, um den Ringweg zu erneuern.

Ortschafts-Chefin Brigitte Beyer (r.) steht mit Stadträtin Brigitta Ast auf dem Brückenbauwerk in Wyhra. Es hat einen Durchlass für den Oberschlarbach.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna/Wyhra. In diesem Zusammenhang ist die Brücke erneuert worden. Das Betonteil ist fertig montiert und ein neuer Straßenbelag aufgebracht worden. Bis Ende November soll ein Geländer angebracht werden. Deshalb bleibt der Ringweg den Aussagen der Stadtverwaltung zufolge auch noch gesperrt.

Wie Ortschaftsratsvorsitzende Brigitte Beyer (CDU) sagte, seien die Baumaßnahme überfällig gewesen. "Bereits während des Jahrhunderthochwassers war Wyhra überflutet worden", sagte sie. Weil die Rohre, die dem Bach unter der Kreisstraße und unter dem Ringweg versottet waren, habe der Oberschlarbach nicht in die Wyhra abfließen können.

Die Tragödie habe sich 2013 wiederholt. "Wyhra war von drei Seiten abgeschnitten", erinnerte sich Beyer. Als Soforthilfe hätten Hilfskräfte den Ringweg aufgerissen, damit der Bach abfließen konnte. Mit einem Durchlass von 1,20 Meter sei die Gefahr an der Stelle des Ringweges jetzt gebannt. "Wir sind dankbar, dass die Maßnahme jetzt durchgeführt wurde", räumte Brigitta Ast, Stadträtin in Borna (Freie Wähler Borna/Bürger für Borna) und Bewohnerin von Wyhra ein.

Es bleibe jedoch auch ein wenig Enttäuschung bestehen, weil der Durchlass durch die Kreisstraße nicht saniert und erweitert werden konnte. "An dieser Stelle trifft der Oberschlarbach weiterhin auf ein Nadelöhr", so Ast weiter. Trotz der Trockenheit in diesem Jahr stünde der Pegel des Baches bereits in der Hälfte der Abflussrohre. So würde der Effekt der Maßnahme im Ringweg verpuffen. "Alles, was davor liegt, ist nicht gemacht worden", bedauerte die Stadträtin. Sie hätte eine bessere Koordination der Baustellen empfohlen.

Außerdem halte sie es für erforderlich, dass der Bachlauf regelmäßig entkrautet oder entschlammt werden. "Erst dann ist ein ungehinderter Abfluss möglich", sagte Ast. Bislang würde ein Landwirtschaftsbetrieb einen Teil der Pflege übernehmen. Bei einem Gewässer zweiter Ordnung, wie es der Oberschlarbach ist, sei das ihrer Auffassung nach aber Aufgabe der Kommune.

 

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