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Borna Brücken bauen und Kniffelspiele: THW-Ortsverband Borna will gerüstet sein
Region Borna Brücken bauen und Kniffelspiele: THW-Ortsverband Borna will gerüstet sein
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00:19 22.06.2017
Das Bornaer THW ist extra nach Plauen gefahren, um den Bau eines Hängestegs zu trainieren. Quelle: Marco Leipert
Borna

Plauen war am vergangenen Wochenende das Ziel für den Ortsverband Borna des Technischen Hilfswerks (THW). 17 aktive Mitglieder waren vor Ort, um den Bau eines Hängestegs zu trainieren. Eine zweite Weiterbildung ist für den September vorgemerkt – in Magdeburg steht eine Ölschadensbekämpfung im Fokus. Ziel ist es, „immer mal wieder über den Tellerrand zu gucken und Neues zu lernen“, macht der stellvertretende Ortsbeauftragte Dirk Hofmann deutlich.

Zwei Spezialgebiete und entsprechende Fachgruppen unterliegen dem THW-Ortsverband Borna: Wasserschaden / Pumpen und Ölschaden. „Wichtig ist aber, auch mal in andere Bereiche Einblicke zu bekommen und die entsprechende Technik kennen zu lernen“, betont Zugführer Marco Leipert. Deshalb sei die Mannschaft nach Plauen aufgebrochen, um dort den Bau einer provisorischen Brücke zu üben. „Das dortige THW hat das Material dafür, nicht jeder Ortsverband kann sämtliche Hilfsmittel, Werkzeuge und Materialien vorhalten, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein“, erklärt Leipert. Hintergrund sei, schnell reagieren zu können, sollte im Fall eines Hochwassers eine Brücke mitgerissen werden.

Zunächst einmal mussten Drahtseile über die Weiße Elster gespannt werden, danach folgte das Verlegen der Holzplanken. Die Übung war für die Bornaer so angelegt, dass das vorhandene Material reichte, um trockenen Fußes bis ans andere Ufer des Flusses zu gelangen. Laut Hofmann allerdings gab es durchaus den theoretischen Hintergrund, wie man sich behelfen könne, wenn das eben nicht der Fall sei. Auch das Plauener THW musste Hand anlegen – und ein Baugerüst zusammenbauen, das wiederum die Bornaer in Einzelteilen mitgebracht hatten.

Für die nächste Weiterbildung fahren die Bornaer Ende des Sommers in die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg. Deren Ortsverband besetzt das Spezialgebiet Führung / Kommunikation, dort geht es gemeinsam mit der Feuerwehr um ein Szenario der Ölschadensbekämpfung und die Absprachen unter allen Beteiligten. Während die Feuerwehr Ölsperren in einem Gewässer setzt, sorgt das THW Borna für die Trennung eines Öl-Wasser-Gemischs, um das Wasser anschließend wieder in den Fluss einleiten zu können. Das THW Magdeburg organisiert die bestmögliche Kommunikation.

„Das war es dann aber dieses Jahr mit Fortbildungen“, sagt Leipert. Statt dessen gebe es im Herbst in Borna „Kniffelspiele“ für aktive Mitglieder und Tüftler. Eine Spielidee: ein Radwechsel, ohne Reifen und Radmuttern anzufassen. „Die Technik ist da, man muss nur wissen, wie man sie einsetzt“, sagt Hofmann. Denn oft habe ein Gerät mehrere Funktionen, obwohl es zunächst offensichtlich nur eine gebe – als Beispiel sei das Feuerzeug genannt. Es ist Feuergeber und Flaschenöffner in einem.

Dieser Wochen steht zudem noch eine Spendensammlung an. Der Ortsverband braucht dringend einen neuen Bootstrailer. „Der bisherige ist Baujahr 1978 und entsprechend verschlissen, außerdem passt er nicht mehr an das neu angeschaffte Fahrzeug“, begründet der Zugführer. Finanzierung, Beschaffung und Unterhaltung unterliegen dem Helferverein, der derzeit Spendengelder sammelt. Rund 7000 Euro kostet der Trailer, der speziell an das zu transportierende Boot angepasst werden muss. Für den Hochwasserfall und für Einsätze auf Gewässern verfügt das THW über geeignete Boote. Wer spenden möchte, kann sich unter der Telefonnummer 03433 245901 an den Helferverein wenden.

Von Julia Tonne

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