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Borna Brücken in Großdeuben werden abgerissen
Region Borna Brücken in Großdeuben werden abgerissen
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16:00 13.01.2016
Die westlichen Brückenteile in der Turnerstraße fallen als erstes dem Abrissbagger zum Opfer. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Spektakuläre Bilder sind in den kommenden Tagen und Wochen im Böhlener Stadtteil Großdeuben zu sehen. Im Zuge der Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur auf dem Streckenabschnitt Großdeuben – Markkleeberg Gaschwitz werden im Januar und Februar die Brücken auf der Westseite der Tangente abgerissen und durch Hilfsbrücken ersetzt. Die Arbeiten sind Bestandteil des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale. Diese verbindet auf über 554 Kilometern die Städte Leipzig und Dresden über Werdau mit Hof.

In der Großdeubener Turnerstraße gilt die Sperrung für den Autoverkehr und für Fußgänger seit Mittwoch. Bis 30. Januar ist dort die Durchfahrt dicht. Über die erste Brücke aus Richtung Straße des Friedens wird in den kommenden Jahren der Umleitungsverkehr der Bahn laufen. „Da aber die Standsicherheit nicht gegeben ist, werden zunächst Hilfsbrücken errichtet“, erklärt Matthias Sieber von der DB Netz AG, Bauherr dieser Strecken-Komplettsanierung. Der sogenannte Verbau – also das Einrammen der Stahlträger für die Hilfsbrücken – sei bereits an allen drei Brücken-Standorten in Großdeuben erfolgt. Der Abriss der westlichen Brückenteile erfolgt in der Zwenkauer Straße vom 19. bis 21. Januar (Vollsperrung für den Autoverkehr), in der Lindenstraße vom 1. bis 6. Februar (ebenfalls Vollsperrung für den Autoverkehr). Die Hilfsbrücken sollen bis Oktober fertig sein, die in der Turnerstraße wird ab Frühjahr gebaut, ab Herbst rollt dann der Umleitungsverkehr parallel zur jetzigen Streckenführung von Gaschwitz bis hinter Großdeuben.

Für die Bahnreisenden ergeben sich durch die Bauarbeiten keine Einschränkungen. „Auf der Strecke hat Fahren Vorrang vor Bauen“, macht Sieber deutlich. Vielmehr sieht er eine leichte Verbesserung auf den Bahnverkehr zukommen. Derzeit dürften die Züge über die maroden Brücken, die zum Teil mehr als 100 Jahre alt sind, lediglich mit 30 bis 40 Kilometern pro Stunde fahren. Die Stahlträger-gestützten Hilfsbrücken erlauben hingegen Geschwindigkeiten von bis 80 Kilometern in der Stunde.

Insgesamt werden auf Großdeubener Gebiet sechs Hilfsbrücken errichtet – drei mit jeweils zwei Schienensträngen für den Verkehr in beiden Richtungen. Der Neubau der Brücken könne laut Sieber ab Frühjahr 2017 erfolgen. Sind die alle fertig, könnte es 2019 und 2020 noch einmal grandiose Fotomotive geben: Dann nämlich fallen auch die Hilfsbrücken dem Abrissbagger zum Opfer.

Im Zuge der jetzt anstehenden Bauarbeiten werden zudem Oberleitungen neu errichtet, die Herstellung eines Provisoriums des Mischwasserkanals steht auf der Agenda der DB Netz AG, weiterhin wird der Umbau des Haltepunktes Großdeuben in Angriff genommen. Dieser erhält neue Bahnsteige und Treppenzugänge. Anwohner und Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) hatten sich schon nach Bekanntwerden der Baumaßnahmen dafür ausgesprochen – und Unterschriften gesammelt –, dass der Haltepunkt barrierefrei ausgebaut wird. Das aber, so Sieber, liege nicht in den Händen der DB Netz AG. Neuigkeiten dazu gebe es noch nicht.

Von Julia Tonne

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