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Borna Brunnen auf dem Bornaer Markt ist defekt
Region Borna Brunnen auf dem Bornaer Markt ist defekt
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18:00 18.04.2017
Der Marktbrunnen in Borna sprudelt nicht. Er ist defekt und sorgt für Diskussionen in der Stadt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

An sich wäre es an der Zeit, dass der Brunnen auf dem Bornaer Markt wieder sprudelt und Wasser spendet. Allerdings ist fraglich, ob und wann das möglich ist. Derzeit ist der Brunnen eher ein zentraler Schandfleck. Deshalb hatte Thomas Claus, bekannt als langjähriger Händler und einstiger Präsident der Bornaer Stadtverordnetenversammlung, das Thema in der Bürgerfragestunde in der jüngsten Stadtratssitzung angesprochen. „Der Brunnen ist jetzt ein Kletterplatz für Asylbewerber.“ Es ist nicht das erste Mal, dass der Brunnen, den der Leipziger Künstler Tobias Rost vor nunmehr 13 Jahren schuf, für Diskussionen in der Stadt sorgt.

Nicht nur, weil jemand vor Jahren etwas in den Brunnen schüttete, was dann schäumte und schäumte. Schon die Installation des Bauwerkes hatte seinerzeit heftige Debatten ausgelöst. Immerhin lagen die Gesamtkosten dafür bei beachtlichen 80 000 Euro. Der damalige Oberbürgermeister Bernd Schröter (Bürger für Borna) sprach damals von einem „Bauwerk für Generationen“. Und in der Tat: Der Brunnen hatte es vor allem der jüngeren Generation angetan, wenn etwa kleine Kinder durch das Wasser wateten.

Mittlerweile aber ist die Kugel, die sich im Normalfall dreht, kaputt. Außerdem saugt sich der rote Porphyr voll, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Goldscheiben, die einst den Brunnen zierten, sind weg. Klar sei, „dass der Brunnen repariert werden muss“, erklärt die Rathauschefin. Inwieweit er aber vollständig wiederhergestellt werden kann, sei offen. Problematisch sei, dass es unterhalb der Erdoberfläche Pumpen und Leitungen gibt, was übrigens einen Großteil der horrenden damaligen Anschaffungskosten erkläre.

So richtig glücklich scheint die Stadt mit ihren Brunnen auf dem Markt nicht zu werden. Das macht auch ein Blick ins Bornaer Geschichtsbuch klar. Denn die Installation des heutigen Brunnens war keine Premiere. Bereits nach dem vorletzten Marktumbau war ein Brunnen aufgebaut worden – im Jahr 1976, als die DDR in Montreal Fußball-Olympiasieger wurde und Jürgen Drews mit seinem „Bett im Kornfeld“ die Hitparaden stürmte. Was seinerzeit auf dem Bornaer Markt Richtung Reichsstraße installiert wurde, war in einer sehr speziellen Weise populär unter den Bornaern. Der Wasserspender hieß im Volksmund „Starfighter“ und erinnerte äußerlich tatsächlich an das pannenträchtige amerikanische Militärflugzeug. Und er war wie sein inoffizieller Namensgeber auch ziemlich laut, wenn das Wasser rauschte. Der „Starfighter“ wurde allerdings noch vor dem Ende der DDR entfernt.

Ob dem heutigen Marktbrunnen am Ende in ähnliches Schicksal beschieden sein wird, das ist offen. Vorerst will das Rathaus einen Reparaturtrupp in Bewegung setzen.

Von Nikos Natsidis

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