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"Bürger für Borna" wollen wieder antreten

"Bürger für Borna" wollen wieder antreten

Borna. Sie waren nicht völlig in der Versenkung verschwunden, aber nur bedingt wahrnehmbar: die "Bürger für Borna" (BfB), die für ein Jahrzehnt zu den führenden Kräften in der Bornaer Stadtpolitik gehörten.

Mittlerweile macht die Wählervereinigung wieder mobil.

Es war vor wenigen Tagen, als viele Bornaer in ihren Briefkästen ein Flugblatt fanden. Darauf meldeten sich die BfB zu Wort - mit Kritik an der Stadtratsentscheidung, eine private Firma mit der Errichtung einer Kinderkrippe in der Pawlowstraße zu beauftragen und einem Bild, das wohl eine Karikatur von Oberbürgemeisterin Simone Luedtke (Linke) sein sollte. Es wirkte wie ein Versuch, an Zeiten anzuknüpfen, als die BfB Ende der 90er Jahre als Newcomer die Bornaer Stadtpolitik nach einem Jahrzehnt vielfach konsensualen Nachwendepolitikbetriebs zumindest in Maßen ein wenig aufmischten. 1999 zog die Wählervereinigung mit drei Leuten in den Stadtrat und zwei Jahre später Bernd Schröter als Oberbürgermeister ins Rathaus. Diese Ära endete, als sich die BfB, so etwas wie der politische Arm des Gewerbevereins, nach der Niederlage Schröters bei den Oberbürgermeisterwahlen 2008 und dem von juristischem Hickhack begleiteten Aus im Vorfeld der letzten Stadtratswahlen mehr oder weniger sang- und klanglos von der politischen Bühne verabschiedeten. Abgesehen davon, dass drei BfB-Mitglieder nach wie vor im Wyhrataler Ortschaftsrat sitzen.

"Wir treten wieder an", erklärt Maic Staudacher, formaljuristisch der Kopf der BfB. Einige der alten Mitstreiter seien bereit, erneut anzutreten. Dazu gehören die bekannte Optikermeisterin Iris Hering und Freimut Weiske, der wie Staudacher im Wyhrataler Ortschaftsrat sitzt. Auch die Galionsfigur der BfB schlechthin, Ex-Oberbürgermeister Schröter, werde wieder antreten. Der 58-Jährige, dazu befragt, ist in dieser Frage allerdings noch nicht endgültig entschieden.

Um juristische Anfechtungen wie vor dem letzten Stadtratswahlgang vor fünf Jahren zu vermeiden, "haben wir bei der Stadt angefragt, was wir genau vorlegen müssen", so Staudacher. Die Antwort dazu sehe aber noch aus. Staudacher macht klar, "dass wir als BfB im Stadtrat definitiv nicht Oberbürgermeisterin Simone Luedtke hörig sein werden". Und Staudacher betont, die BfB hätten niemals ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt. Allerdings sei klar, dass eine Wählervereinigung, die zum überwiegenden Teil aus Unternehmern besteht, eben auch unternehmerisch denke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014
Nikos Natsidis

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