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Borna Bürgerbegehren ums Freibad möglich
Region Borna Bürgerbegehren ums Freibad möglich
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19:23 02.11.2012
Studenten aus Bernburg bei der Besichtigung des Freibad-Areals An der Wyraaue: Inwieweit das Bad wieder eröffnet werden kann, ist Gegenstand von Debatten. Der Freibadverein will mit einem Bürgerbegehren Klarheit schaffen. Quelle: Jakob Richter
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Borna

Vereinschef Holger Luedtke erklärt, das Thema Freibad werde von Teilen des Stadtrats zur politischen Verschiebemasse künftiger Wahlkämpfe gemacht.

Es sei „im höchsten Maße bedauerlich", dass die Vereinsmitglieder, allesamt ehrenamtlich aktiv, selbst für die Durchführung eines studentischen Wettbewerbs zur Gestaltung des Freibadareals sorgen mussten, so Luedtke. Das habe mit der „fortwährenden Verweigerungshaltung von Teilen des Stadtrates" zu tun, so der Vorsitzende des Kreisverbandes Westsachsen der Linken. Anfang letzten Monats hatte es den Auftakt zu einem Wettbewerb gegeben, in dem Studenten der Hochschule Anhalt in Bernburg Vorschläge zur ganzjährigen Nutzung des Terrains entwickeln sollen (die LVZ berichtete).

Luedtke ist überzeugt, dass „eine übergroße Mehrheit" der Bornaer „ihr Freibad wiederhaben will". Dazu bedürfe es sowohl eines guten Konzepts als auch des Engagements der Stadt. Weil aber eine Reihe von Stadträten in der Oktobersitzung erklärt hatten, es handle sich bei den Bemühungen um die Wiedereröffnung des Freibades um eine „freiwillige Aufgabe der Kommune", sollten sie „in die Stadt hineinhören". Das sei besser, als sich „brässig in den Abgeordnetensesseln zurückzulehnen". Wer sich mit Bürgern in dieser Sache unterhalte, dem „schalle" der Wunsch hach einem Freibad entgegen, erklärte Luedtke weiter. Er rechne nach Beendigung des Studentenwettbewerbs mit einer „Flut von Bedenken und zwielichtigen Argumenten" dagegen.

Der Freibadverein werde sich deshalb jetzt mit Mitteln der direkten Demokratie um eine Entscheidung bemühen. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins sollen demnächst die Weichen für die Beantragung eines Bürgerbegehrens gestellt werden.

Unterstützung bekommt Luedtke von SPD-Stadtrat Klaus Sachse. Der Baufachmann, der Mitte der 60er Jahre an den Planungen des Bades beteiligt war, hält es für „beschämend, wie immer neue Ausreden gesucht und vorgetragen werden, um eine Wiedereröffnung des Freibades" zu verhindern. Schon der Schließungsbeschluss vor sechs Jahren sei falsch gewesen, und die „Verweigerungshaltung" jetzt sei es noch mehr. Sachse befürchtet, dass „die unendliche und ergebnislose Diskussion" weitergeführt wird und alles auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird.

Nikos Natsidis

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