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Borna Bürgerbeteiligung in Borna: Aus altem Heizhaus soll Veranstaltungslokal werden
Region Borna Bürgerbeteiligung in Borna: Aus altem Heizhaus soll Veranstaltungslokal werden
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18:17 05.04.2018
Aus dem alten und ausgemusterten Heizkraftwerk in Borna könnte ein Veranstaltungslokal werden. Quelle: Julia Tonne
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Borna

An den Städtischen Werken Borna (SWB) wird es nicht scheitern: das Projekt, aus dem vormaligen Heizwerk in der Angerstraße ein Veranstaltungslokal der etwas anderen Art zu machen. Der entsprechende Vorstoß des Bornaer Kinder- und Jugendparlaments scheiterte am Veto des Stadtrates. Der hatte das Vorhaben im Rahmen der Haushaltsberatungen im Frühjahr zunächst auf Eis gelegt. Jetzt soll die Idee, das SWB-Gebäude als Veranstaltungsort zu nutzen, im Rahmen des Projekts „Bürgerbeteiligung“ vorangebracht werden – „und da hätten wir nichts dagegen“, macht SWB-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt klar.

Jan Hoppenstedt ist der Chef der Städtischen Werke Borna. Quelle: Jens Paul Taubert

Es gehe darum, „bürgerschaftliches Interesse“ an dem Gebäude aufzuzeigen, macht der städtische Jugendreferent Inya-Tinko Rabold klar. Er ist so etwas wie der Spiritus Rector des Projekts, bei dem es um mehr als die Umwandlung des Heizhauses in einen Jugendtreff geht. Wie aus der Konzeption für ein umgewandeltes Heizhaus hervorgeht, spielen auch Nutzungsmöglichkeiten für Vereine, Institutionen oder auch Unternehmen eine Rolle, die dort etwa eine Firmenfeier stattfinden lassen wollen. Als Kosten veranschlagt Rabold mit Blick auf eine monatliche Miete von 1000 Euro 12 000 Euro im Jahr. Der Jugendreferent begrüßt die Idee, die künftige Nutzung des Gebäudes auf Basis einer möglichst breiten Bürgerbeteiligung festzulegen, ausdrücklich – auch wenn am Ende dabei herauskommen sollte, dass ein Veranstaltungslokal gar nicht gewollt ist.

Für Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) ist die Beteiligung der Anwohner an der Diskussion um das ehemalige Heizwerk eine wichtige Voraussetzung für eine abschließende Entscheidung. Und sie konkretisiert, dass es bei einem möglichen Veranstaltungslokal Heizhaus keineswegs um Konkurrenz etwa zu Veranstaltungen im Stadtkulturhaus gehe. Sie verweist auf potenzielle Interessenten wie die Theatergruppe „Neue Wasser“, die sich das Heizhaus sehr gut als Probebühne für künftige Auftritte vorstellen könnten.

Nicht zuletzt sei der Standort des Ex-Heizhauses ein wesentlicher Vorteil. Es steht vergleichsweise weit ab vom Schuss, so dass Jugendliche, die sich generationsbedingt besonders an lautstarker Musik erfreuen, ihren klingenden Leidenschaften ohne Belästigung ruhegestörter Nachbarn frönen können.

Fest steht, dass das Heizwerk für die SWB aktuell „nicht mehr betriebsnotwendig ist“, wie Geschäftsführer Hoppenstedt sagt. Dass es vom Netz genommen wurde, hängt auch damit zusammen, dass es im Flutgebiet steht, „auch wenn es noch nicht unter Hochwasser stand“. Klar sei auch, dass sich die Zeiten ändern können und die SWB den Standort Angerstraße wieder benötigen, so Hoppenstedt weiter. Damit sei aber in den nächsten Jahren nicht zu rechnen, weshalb eine anderweitige Nutzung denkbar wäre.

Aber auch die braucht Zeit, macht Oberbürgermeisterin Luedtke klar. Frühestens Ende nächsten Jahres könnte das Heizhaus zum Musikhaus werden.

Von Nikos Natsidis

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