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Borna Bürgerentscheid in Borna gescheitert: Kein Naturbad in der Wyhraaue
Region Borna Bürgerentscheid in Borna gescheitert: Kein Naturbad in der Wyhraaue
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18:59 26.02.2018
Das Sportlerheim Zedtlitz war eines der Wahllokale. Quelle: Thomas Kube
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Borna

In der Bornaer Wyhraaue wird kein Naturbad gebaut. Das ist die Konsequenz des Bürgerentscheids, bei dem die Bornaer am Sonntag über einen Antrag zur Aufhebung des Abrissbeschlusses sowie die Errichtung eines Neubaus zu befinden hatten. Zwar gab es 70,26 Prozent Ja-Stimmen für den Antrag der Bürgerinitiative zum Wiederaufbau des Bades. Damit wurde aber das notwendige Quorum verfehlt, das für den Bürgerentscheid erforderlich gewesen wäre. 29,74 Prozent der Wähler stimmten mit Nein.

Von den insgesamt 16 510 Wahlberechtigten hatten sich 4243 Wähler an der Abstimmung beteiligt. Das waren 25,7 Prozent der Wahlberechtigten. 4233 der abgegebenen Stimmen waren gültig. Von denen votierten 2974 mit Ja, und es gab 1259 Nein-Stimmen. Um eine Mehrheit für den Bürgerentscheid zu erreichen, wäre jedoch nicht nur die Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen nötig gewesen. Die Ja-Stimmen hätten auch mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten in der Stadt entsprechen müssen, was nicht der Fall gewesen ist. 4128 Bornaer und nicht nur 2974 hätten mit Ja stimmen müssen.

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke), die sich die Wiedereröffnung der 2006 geschlossenen Bassins in der Wyhraaue bereits vor ihrer erstmaligen Wahl zur Stadtchefin im Jahr 2008 auf die Fahnen geschrieben hatte, erklärte mit Blick auf die niedrige Wahlbeteiligung, das Interesse am Freibad sei in der Bevölkerung offenkundig nicht so groß. Ein Grund dafür sei auch „die Verbreitung von Unwahrheiten“ in den Tagen vor der Abstimmung gewesen. Die Stadt Borna werde nun kein Freibad bekommen. „Dabei werde ich von Kindergartengruppen und Schulklassen immer wieder danach gefragt.“

Der SPD-Ortsvereins- und Stadtratsfraktionsvorsitzende Oliver Urban erklärte, „die Bürger haben Simone Luedtke von der Umsetzung ihres Wahlversprechens erlöst“. Der Stadtrat werde sich aber weiter mit dem Thema Freibad beschäftigen. Die unendliche Geschichte eines Naturbades in Borna sei nun zu Ende.

CDU-Stadtratsfraktionschef Roland Wübbeke sagte, die Mehrheit der Bornaer habe sich klar gegen ein Freibad ausgesprochen. Die geringe Wahlbeteiligung lasse sich jedenfalls nicht als Zustimmung für den Antrag der Bürgerinitiative werten. Das mache deutlich, dass der Stadtrat im Interesse der Bürger handle. Jetzt werde der Abriss der alten Freibadanlagen in der Wyhraaue schnell vonstatten gehen, so Wübbeke.

Das Interesse am Ergebnis des Bürgerentscheids Sonntagabend war in Borna wesentlich geringer als bei den beiden Wahlgängen zur Oberbürgermeisterwahl im Vorjahr. Während vor dem Ratssaal im Rathaus, dem Ort, an dem die Ergebnisse aus den Wahllokalen ausgewertet wurden, nur wenige Leute zu sehen waren, fanden sich im Linken-Büro in der Roßmarktschen Straße etwa zehn, l5 Leute ein.

In den letzten beiden Wochen vor dem Bürgerentscheid war es noch einmal zu heftigen Diskussionen gekommen, nachdem neue Zahlen über die möglichen Baukosten eines Bades in der Wyhraaue bekanntgeworden waren.

Von Nikos Natsidis

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