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Borna Bürgerinitiative: Naherholung statt freier Strafvollzug
Region Borna Bürgerinitiative: Naherholung statt freier Strafvollzug
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16:15 13.05.2010
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Borna

Der Verein aus dem baden-württembergischen Leonberg plant die Errichtung eines Jugendstrafvollzuges in freien Formen am Bockwitzer See. Die Bürgerinitiative will, dass das Areal weiter Naherholungsgebiet bleibt.

„Wir haben Unterstützung nicht nur aus Kesselshain“, sagt Meier, der seinen Posten als Kopf der Bürgerinitiative ausdrücklich als Privatsache verstanden wissen will. Meier ist als Mitglied der Grünen und Bornaer Sprecher der Öko-Partei. Mittlerweile habe er Signale von Leuten aus der Altstadt ebenso wie aus Borna-Ost, aber auch aus Dittmannsdorf und Eula, die nichts von einem offenen Strafvollzug am Bockwitzer See halten. Wobei Meier betont, dass sich der Widerstand explizit nicht gegen die Projekt-Idee des Prisma-Vereins richte.

Am Bockwitzer See gehe es aber um „sanfte Naherholung“. Werde dort gebaut, würde „die ganze Natur, die dort bereits entstanden ist, zerstört“. Es handle sich schließlich um ein Gebiet, in dem der Normalbürger aktuell noch nicht einmal zu Fuß unterwegs sein dürfe. Was Meier für den See fehlt, ist ein Gestaltungskonzept, wie es das für den Markkleeberger oder den Zwenkauer See gegeben habe, bevor dort die Entwicklung begann. Borna sei eine geschundene Bergbauregion, die ein Naherholungsgebiet brauche, „wenn wir schon kein Freibad mehr haben“. Es gebe durchaus Alternativen für den Prisma-Verein. Denkbar seien das Areal des Blumroda-Parks oder auch der Margarethenhain in Espenhain. Nicht zu vergessen das vormalige Kraftwerksgelände in Thierbach, sagt Meier weiter.

Zu den Unterstützern der Bürgerinitiative gehören Ex-Landratsamtsdezernentin Brigitta Ast, einst für die CDU und die Freien Wähler Borna im Stadtrat, wo sie mittlerweile als Fraktionslose sitzt, aber auch der frühere Bürgermeister Lutz-Egmont Werner. Angeschlossen hat sich zudem mit dem früheren Ärztlichen Direktor des seinerzeitigen Kreiskrankenhauses, Peter Wolf, ein stadtbekannter Mediziner. Ihnen allen, so Meier, gehe es nicht um prinzipiellen Dissens. Vielmehr suche die Bürgerinitiative das Gespräch mit den Befürwortern des Prisma-Projekts. Meier: „Sie sind eingeladen, um mit uns über eine Lösung zu reden.“

Nikos Natsidis

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