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Bürgermeister: Rötha macht keine Luftsprünge, kann aber investieren

Neujahrsempfang Bürgermeister: Rötha macht keine Luftsprünge, kann aber investieren

Nein, Luftsprünge kann sich die Stadt Rötha in diesem Jahr nicht erlauben. Wohl aber kann die Kommune einige Investitionen tätigen. Was unter anderem auch daran liegt, dass die Stadt im vergangenen Jahr ihren Kassenkredit halbieren konnte, erklärte Bürgermeister Stephan Eichhorn beim Neujahrsempfang.

Beim Neujahrsempfang im Röthaer Volkshaus spielte das Leipziger Symphonieorchester.

Quelle: Julia Tonne

Rötha. Nein, Luftsprünge kann sich Rötha in diesem Jahr nicht erlauben, wohl aber einige Investitionen tätigen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Stadt im vergangenen Jahr ihren Kassenkredit halbieren konnte. „Das veranlasst zu berechtigten Hoffnungen für 2018“, erklärte Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) beim Neujahrsempfang am Freitagabend.

Etwa 200 Gäste waren zur zweiten Auflage des Ereignisses ins Volkshaus gekommen, für die Musik sorgte erstmals das Leipziger Symphonieorchester LSO) unter Chefdirigent Wolfgang Rögner. „Ein Abend wie dieser ist mir eine Herzensangelegenheit“, machte der Rathauschef deutlich. Er biete den Rahmen für Gespräche und Begegnungen. Dennoch zeigte sich Eichhorn überrascht ob der vielen Besucher. „Diesmal ist es viel enger als noch vor einem Jahr.“ Das zeige, dass der Zuspruch unter der Röthaern gewachsen sei. Zur Gästeschar gehörten neben der Zweiten Beigeordneten des Landkreises, Ines Lüpfert, auch die Bürgermeister der Kommunen Großpösna und Neukieritzsch, Gabriela Lantzsch (parteilos) und Thomas Hellriegel (CDU), der ehemalige Röthaer Rathauschef Ditmar Haym (parteilos), zahlreiche Vereinsvertreter sowie Stadträte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Achim Keil (li) wird von Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) für sein Engagement geehrt

Achim Keil (li.) wird von Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) für sein Engagement geehrt.

Quelle: Julia Tonne

Eichhorn begann seine Rede mit einem Zitat von Erich Kästner: „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ Das habe sich Rötha im vergangenen Jahr durchaus zu Herzen genommen und viele Steine bewegt. Zu den Erfolgen gehörten unter anderem die Freigabe der August-Bebel-Straße nach dem Ausbau, die Anschaffung neuer Funktechnik für die Feuerwehren, die Neugestaltung des Hofbereichs und des Sanitärtraktes in der Kindertagesstätte Regenbogenland sowie die Sanierung des Schlossteiches. Auch die Bauarbeiten im Volkshaus seien auf einem guten Weg. An der Stelle machte Eichhorn eins unmissverständlich klar: „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Erhalt des Hauses für den Karneval Club Rötha.“ Das Haus sei der einzige Ort für Veranstaltungen und daher nicht verkäuflich.

Der Ausblick auf Vorhaben in diesem Jahr klang mindestens genauso vielversprechend wie der Rückblick. So werde in der Grundschule Espenhain der Werk- zu Horträumen umgestaltet, beginne für die dortige Turnhalle die Sanierungsplanung, gingen die Gespräche über einen Supermarkt in Espenhain weiter. „Außerdem arbeiten wir verstärkt am Bebauungsplan für das Schlossareal“, betonte Eichhorn. Unklar hingegen bleibe noch, was aus dem Kindergarten im Ortsteil Oelzschau werden soll. Die Bausubstanz sei dermaßen marode, dass es kaum zumutbar für Kinder und Erzieher sei, dort noch länger zu bleiben. „Hier muss dringend Ersatz geschaffen werden.“

Wie es sich für einen Neujahrsempfang gehört, fehlte am Freitagabend nicht die Auszeichnung von Ehrenamtlichen. Da hatte der Bürgermeister viel zu tun, immerhin war es ihm ein Anliegen, sämtliche Wahlhelfer der Bundestagswahl zu ehren. Und derer waren es 36. Ausgezeichnet wurden zudem Rainer Rademacher, Vorsitzender des Handwerker- und Gewerbevereins, sowie Achim Keil vom Columbus-Verein, der nicht nur Arbeitslose in Rötha unterstützt, sondern damit auch die Stadt.

Von Julia Tonne

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