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Borna Bürgermeister und Karnevalisten weihen den sanierten Pegauer Markt ein
Region Borna Bürgermeister und Karnevalisten weihen den sanierten Pegauer Markt ein
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12:28 13.11.2017
Der neu gestaltete Pegauer Markt wird vor der Eröffnung der 54. Karnevalssaison freigegeben. Bürgermeister Frank Rösel (M., rote Jacke) und die Prinzenpaare schneiden das rote Band durch. Quelle: Andreas Döring
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Pegau

Ungewöhnlich reichlichen Zu­spruch hatte am Sonnabendvormittag die Einweihung des Pegauer Marktes nach der Sanierung. Hunderte Gäste waren dabei, als Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) gegen 11 Uhr mit Unterstützung von gleich vier Prinzenpaaren das rote Band durchschnitt. Die Erklärung ist einfach: Die Stadt hatte ihren Termin unmittelbar vor die Saisoneröffnung des Pegauer Karneval-Klubs am gleichen Ort gesetzt. Weitgehend genutzt werden kann der Markt aber schon eine Weile wieder.

Das Datum 11.11. war lange vorm Baustart Mitte Juni für den Abschluss auserkoren worden. Findet der Faschingsauftakt, der im gesellschaftlichen Leben der Elsterstadt einer der Jahreshöhepunkte ist, doch traditionell vorm Rathaus statt. Und schließlich ist der Markt gerade mit Blick auf Veranstaltungen für eine komplette Begehbarkeit umgebaut worden, erklärt Bauamtsleiter Gunther Grothe. Aus diesem Grund musste die Grünfläche im Zentrum des Platzes verschwinden. Etwas Farbe ins nun großflächigere Grau des Altstadtpflasters aus Granit bringen im Alltag nun wohl nur drei gerade in den letzten Tagen gepflanzte Bäumchen sowie zwei schwarze Kandelaber, von denen einer Spots fürs Anstrahlen des Rathauses enthält.

Blick vom Rathausturm auf den Pegauer Markt vor dem Umbau: Die Grünfläche in der Mitte ist bei der Sanierung beseitigt worden. Für Veranstaltungen soll der Platz komplett begehbar sein. Nach historischen Fotos hatte es den Naturstreifen auch ursprünglich nicht gegeben, er soll zu DDR-Zeiten angelegt worden sein. Quelle: Mathias Bierende
Blick vom Rathausturm auf den Pegauer Markt, dessen Sanierung fast beendet ist - die Brunnenbaustelle wird erst 2018 fertig. Quelle: Mathias Bierende

Beim Einbau des neuen Regenentwässerungssystems wurde festgestellt, dass die Tragfähigkeit des Bodens nicht den aktuellen Kriterien entspricht. „Er ist zu weich, sodass wir Drainbeton einbauen mussten“, so Grothe. Das erhöht die Stabilität und ist wasserdurchlässig – und verteuerte das Projekt um verhältnismäßig geringe 10 000 Euro. Die Elektrofirma verlegte nicht nur neue Leitungen für die leicht versetzten Laternen, sondern ließ auch den oberirdischen Schaltkasten verschwinden. „Ihn ersetzt ein Senkelektrant, der aus dem Boden gefahren werden kann“, sagt der Amtsleiter.

Trotz der Einweihung ist nicht alles fertig. Für die Bodenhülse zum Aufstellen des Weihnachtsbaumes wird noch ein Deckel mit dem Pegauer Wappen angefertigt. Ebenso fehlt der Brunnen, für den zwar in der nächsten Woche die Fundamentplatte geschaffen, der aber erst im kommenden Jahr aufgestellt wird. Sein Bereich ist derzeit mit Bauzäunen umstellt. Ob die Bänke drumherum bis dahin warten müssen, ist bisher nicht entschieden, so Grothe.

Klar ist hingegen, dass die Fahrbahn direkt vorm Rathaus nun eine Einbahnstraße ist – mit der gleichen Richtung wie die Staatsstraße 68 über den Markt. „Das hat etwas mit der Breite zu tun und löst das bisherige Problem mit der unübersichtlichen Ausfahrt am Ratskeller“, erklärt der Bauamtsleiter. Wenn schließlich alle Arbeiten beendet sind, wird die Stadt rund 390 000 Euro in die Marktsanierung investiert haben. 80 Prozent des Geldes stellt die Sächsische Aufbaubank aus Mitteln des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“.

Von Olaf Krenz

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