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Borna Bürgermeisterin ist Abo-Pate
Region Borna Bürgermeisterin ist Abo-Pate
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18:11 12.03.2012

. Gestern stand Böhlens Bürgermeisterin im Kreuzfeuer der 10. Klasse der Mittelschule Kitzscher. Gemeinschaftskundeunterricht war angesagt.

„Wir brauchen Jugendliche, die tolerant sind. Das haben Sie in der vergangenen Woche in Duderstadt beim Projekt Respekt XXL/12 – Kreativ für Toleranz bewiesen", findet Gangloff lobende Worte für die Mittelschüler. Zugleich warb sie dafür, dass die Jugendlichen sich in die Gesellschaft mit einbringen sollten. „Was sie unterschätzen, ist ihre Stimme", meint sie. Diese sei auch wichtig, um den Mittelschulstandort in Kitzscher zu erhalten. „Der Kampf zum Erhalt des Standortes hier in Kitzscher ist beachtlich", ist die Bürgermeisterin überzeugt. Das sei auch für sie ein Grund gewesen, dass sie der Schule ein Jahr lang ein LVZ-Abo spendiere. „Böhlen und Kitzscher verbindet jedoch weit mehr. Beide Städte sind durch die Ansiedlung von Industrie entstanden und haben mit einer hohen Abwanderung nach der Wende zu kämpfen", erklärt das Stadtoberhaupt. Sie machte den Jugendlichen Mut, zu sagen, was sie von ihrer Stadt erwarten. „In Böhlen haben wir ein zeitweiliges Jugendparlament ins Leben gerufen. Es war interessant, welche Dinge dabei auf den Parlamentstisch kamen", erinnert sie sich. Da war die Rede von einer Hundespielwiese, einer Halfpipe für Inlineskates, anderen Freibadöffnungszeiten und Mc Donalds. „Einiges konnten wir umsetzen. So entstand zum Beispiel eine Halfpipe in Böhlen", so Gangloff. Allerdings stand es nicht in der Macht der Stadt, Mc Donalds nach Böhlen zu holen. Herzlich gelacht wurde, als Gangloff schilderte, dass eine Hundewiese zwar angelegt, jedoch der Tütenständer für das „große Geschäft" der Vierbeiner samt Beton nach nur wenigen Stunden geklaut wurde. Überraschen konnte die Bürgermeisterin die Jugendlichen, als sie auf die Frage antwortete, was sie sich wünschen würde, erklärte: eine Schaumparty. Beeindruckt waren die Schüler von ihrer Ehrlichkeit: „Als Bürgermeisterin kann man nicht alles wissen. Es gibt Amtsleiter, die beraten. Doch die Entscheidung bleibt auf dem Bürgermeistertisch." Deshalb würden Zweifel nicht ausbleiben, ob es wirklich die richtige Entscheidung sei.

Die Gemeinschaftskundeunterrichtsstunde bereitete beiden Seiten viel Spaß. Somit war gestern ein Grundstein gelegt, für weitere Begegnungen der Schüler mit der Kommunalpolitikerin. Doch vor dem nächsten Treffen wird der zweite Abo-Pate, der Kitzscheraner Bürgermeister Maik Schramm, mit den Schülern ins Gespräch kommen. „Ich freue mich im April über Begegnungen mit den Mittelschülern im Rathaus", so Schramm.

In der Zwischenzeit haben die Schüler tagtäglich Gelegenheit, in der Leseecke am Eingang beziehungsweise im Medienclub in der Mittelschule Kitzscher die LVZ zu lesen. Schließlich ereignen sich in der Region und der ganzen Welt jeden Tag so viele Dinge, die Auswirkungen auch auf das Leben der Mittelschüler von Kitzscher haben. „Deshalb sei es wichtig, dass Schüler Zeitung lesen, um sich inmitten der unzähligen Informationen besser zurechtzufinden", unterstrich Schulleiter Rainer Reichenbach.

Cornelia Braun

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