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Borna Bundesstraße von Pegau nach Hohenmölsen illlusorisch
Region Borna Bundesstraße von Pegau nach Hohenmölsen illlusorisch
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18:10 05.04.2018
Die Zeitzer Straße in Pegau mündet hinter der Bahnschranke in die ehemalige Verbindung nach Stöntzsch und Hohenmölsen. Heute führt die einstige B 176 ins Nichts. Quelle: Mathias Bierende

Wie berichtet, macht sich die Wählervereinigung Pro Pegau weiterhin stark für den Lückenschluss.

Momentan verhindere der Tagebau Profen die eigentliche Lösung, sagte Gey. Man könne aber durchaus über eine Interimsverbindung nachdenken. Der Landrat will den Pegauern deshalb anbieten, über den Regionalen Planungsverband eine Studie anfertigen zu lassen, "um zu untersuchen, ob eine vorgezogene Interimsvariante Sinn macht oder gewartet werden sollte, bis die Entwicklung des Tagebaus eine angemessene Verbindung zulässt".

Zudem rät Gey, dass Pegau mit der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) einen Nachbarschaftsvertrag angeht. Darin könnte auch die Wiederherstellunng der vom Tagebau gekappten Verbindung verankert werden. Was die Finanzierung betrifft, "haben wir schon mit der Mibrag gesprochen".

Hinsichtlich einer Interimsvariante möchte Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband den Ball möglichst flach halten. "Ich würde jetzt nicht unbedingt dafür sprechen", sagte er auf Anfrage unserer Zeitung, "das würde im Grunde genommen bedeuten, dass wir zwei Straßen bauen." Grundsätzlich unterstütze der Verband das Grundanliegen von Pro Pegau, die Straße aus den 1960er Jahren wieder herzustellen, aber das sei kein Selbstläufer. Berkner ist zudem davon überzeugt, dass "niemand diese Straße als Bundesstraße ausbauen wird. Pegau hat sicher auch kein Interesse daran, dass künftig schwerer LKW-Verkehr durch die Stadt fährt." Vielmehr liege von der Mibrag schon heute ein Angebot vor, an dieser Stelle eine Betriebsstraße zu errichten, die später als kommunale Straße gewidmet werde. "Aber hier", lenkt der Planer ein, "werden wohl noch zehn Jahre gut gehen. Nach Sachlage geht es nicht schneller, wohl wissend, dass das nicht auf Gegenliebe stößt."

Berkner regt ferner eine Studie über die zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten für diesen Lückenschluss an. Es lohne sich, auszuloten, was finanziell und technisch gehe, wie groß die Spielräume sind. "Und es lohnt sich, sich mit der Frage des realistischen Verkehrsaufkommens auseinanderzusetzen. Wie viele Kraftfahrer nutzen die neue Straße tatsächlich?"

Am 12. April tritt eine Arbeitsgruppe mit allen Hauptbeteiligten beider Kommunen und der Behörden zu einer Beratung bei der Mibrag in Profen zusammen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2013

Kathrin Haase

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