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Borna CDU dominiert Ortschaftsräte Eula und Neukirchen
Region Borna CDU dominiert Ortschaftsräte Eula und Neukirchen
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14:05 19.05.2015

Inwieweit das Ausdruck eine gewissen Unzufriedenheit der Dörfer mit der Kernstadt ist, lässt sich allerdings nur mutmaßen. Die Vertreter der bisherigen Ortschaftsräte hatten bei der Haushaltsdiskussion im Stadtrat am Donnerstag kritische Stellungnahmen zu Protokoll gegeben.

Im Wyhrataler Ortschaftsrat, der insgesamt acht Mitglieder hat, sitzen für die CDU (Gesamtstimmenzahl 2132) die bisherige Ortschaftsratsvorsitzende Brigitte Beyer, der frühere Bornaer Landrat Karlheinz Bauer sowie Sven Schulze und Horst Grünzig. Die "Bürger für Borna" (BfB/ Gesamtstimmenzahl 1024) stellen mit Maic Staudacher und Freimut Weiske zwei Ortschaftsräte, während das Gremium durch Jürgen Graichen (Linke/Gesamtstimmenzahl 860) und Michel Zurbrügg (SPD/Gesamtstimmenzahl 495) komplettiert wird.

In Ortschaftsrat Eula sitzen der bisherige Ortschaftsratsvorsitzende Hans Beruf, Frank Romeike und Hans-Jürgen Telesch für die CDU (Gesamtstimmenzahl 713) sowie Uwe Blöm (Linke/Gesamtstimmenzahl 160) und Fritz Mitzscherling (BfB/ Gesamtstimmenzahl 171). Auf die SPD, die keinen Sitz erhielt, entfielen 151 Stimmen.

Sowohl die Wyhrataler Ortschaftsratschefin Beyer als auch Romeike für den Eulaer Ortschaftsrat äußerten sich kritisch zum Haushalt der Stadt für dieses Jahr. So würdigte Beyer zwar die Beseitigung der Hochwasserschäden, die mit hundertprozentiger Förderung erfolgt sei. Der Wyhrataler Ortschaftsrat vermisse aber die im Haushalt 2013 vorgesehenen Gelder für die Instandsetzung des Wiesenwegs in Neukirchen. Weiter heißt es in der Stellungnahme: "Unsere Prioritätenliste aus den vergangenen Haushaltsjahren wird wieder nicht herangezogen und abgearbeitet." Auch in der mittelfristigen Finanzplanung sei "keine Investitionstätigkeit für Wyhratal zu erkennen".

Für die südlichen Ortsteile haben der Stellungnahme des Wyhrataler Gremiums zufolge der Erhalt und die Sanierung der Grundschule Neukirchen Vorrang. Es sei unverständlich, dass im Haushalt Gelder für die Wiedereröffnung des Freibades An der Wyhraaue vorgesehen seien, was eine Freiwilligkeitsaufgabe der Stadt sei, während die Arbeiten in Kindereinrichtungen, so genannten Pflichtaufgaben, hinausgezögert würden. Der Wyhrataler Ortschaftsrat fordert zudem die Erweiterung der Stadtbuslinie in die ehemalige Gemeinde Wyhratal sowie die Instandsetzung der Fußwege an der ehemaligen Bundesstraße 95 in Zedtlitz und Neukirchen. Mittelfristig wünschen sich die Ortschaftsratsvertreter außerdem Alltagsrad- und Schulwege von Neukirchen nach Borna.

In der Stellungnahme des Eulaer Ortschaftsrates wird gewürdigt, dass mit dem Bau der Dreifelderhalle, der Schwimmhalle und der Grundschule Nord erhebliche Investitionen getätigt worden seien, die auch für die Ortsteile von Bedeutung seien. Diese und andere Investitionen in der Kernstadt Borna hätten aber dazu beigetragen, "dass besonders in der Ortschaft Eula notwendige Maßnahmen nicht realisiert werden konnten". Der Eulaer Ortschaftsrat habe bereits 2012 und 2013 eine Prioritätenliste erstellt. Keine dieser Maßnahmen sei in die Planungen aufgenommen worden. Dagegen sei zu befürchten, dass in Folge des Stadtratsbeschlusses für den Wiederaufbau des Freibads Gelder benötigt würden, die "für dringend benötigte Investitionen in den Ortsteilen" fehlten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2014
Nikos Natsidis

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