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Borna CT soll dem Bornaer Münzschatz nun sein Geheimnis entlocken
Region Borna CT soll dem Bornaer Münzschatz nun sein Geheimnis entlocken
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03:00 18.08.2012
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Dresden/Borna

Denn in diesem jahrhundertealten Überraschungspaket befindet sich offensichtlich auch ein kleiner Behälter. Der soll den Archäologen die Geschichte dieser Münzen erzählen. 

„Das wird spannend", ist Christoph Heiermann, Pressesprecher des Landesamtes für Archäologie in Dresden, selber neugierig auf die ersten mehrdimensionalen Bilder aus dem Inneren des Bornaer Münzschatzes. Liefern soll sie noch im August ein Computertomograf (CT) am Frauenhofer-Institut in der Landeshauptstadt. „Da ist etwas in der Ummantelung drin, wir sind uns aber noch nicht sicher, worum es sich handelt", erklärt Heiermann. Ein kleiner Behälter könnte sich in dem Erdblock befinden, vermuten die Experten, in ihm mag der frühere Besitzer seine Münzen dem Erdreich anvertraut haben.

Aus welchem Material ist die vermutete „Schatzkiste" und in welchem Zustand befindet sie sich? Das wird hoffentlich nicht nur neue Erkenntnisse zum früheren Besitzer dieser Münzen bringen, sondern Franziska Frenzel-Leitermann, der Chefrestauratorin des Dresdener Landesamtes, auch den Weg zur weiteren Restaurierung des Schatzes weisen. Den vermutlichen Behälter gilt es zu stabilisieren und vor Verfall zu schützen. Die Münzen, ein Teil war bereits beim Auffinden an der Oberfläche des Lehmpacks sichtbar, sind nach und nach zu restaurieren.

Erst der Computertomograf wird das Geheimnis lüften, wie viele sich noch im Inneren befinden. Vielleicht wird Frenzel-Leitermann sie Stück für Stück herausnehmen, die Reihenfolge dokumentieren. Dabei muss die Chefrestauratorin jedoch sehr vorsichtig sein, denn der Block, in dem sich diese Schätze befinden, soll bei den Arbeit auf keinen Fall zerstört werden. Das sei eine „seltene Situation", dass so ein Fund wie in Borna komplett geborgen werden konnte, schwärmt Heiermann. Sonst würden die Bau-Bagger eine solche Hülle in der Regel zerstören, und die Archäologen könnten dann nur die einzelnen Münzen aus dem Erdreich klauben. Der seltene Glücksfall der Blockbergung, wie sie vor zwei Jahren in Borna gelang, soll laut Heiermann voraussichtlich auch die künftige Präsentation des Schatzes bestimmen.

„Vor Überraschungen ist man nie gefeit", baut der Landesamts-Sprecher vor, denn noch haben die Archäologen die Aufnahmen aus dem Inneren des Bornaer Münzschatzes nicht auf dem Tisch. Doch Heiermann hält es für denkbar, dass die Restaurierung Anfang kommenden Jahres so weit abgeschlossen ist, dass der wertvolle Fund präsentiert werden kann.

„Geplant ist die Präsentation des Münzfundes im Museum der Stadt Borna in Kombination mit einem Vortrag des Archäologen Peter Hiptmair", erklärt Marie Breinl vom Museum der Stadt Borna. Hiptmair hatte nach dem Fund im Mai 2010 die archäologische Ausgrabung auf dem Grundstück Rossmarktsche Straße/Ecke Kirchstraße in Borna geleitet. Kombiniert werden könnte das eventuell mit Grabungsfunden aus der näheren Umgebung, so die Museologin. Beleuchtet werden könnte auch die Zeit, aus der die Münzen stammen. Fünf von ihnen seien bereits in die Spanne zwischen 1562 und 1626 eingeordnet worden, so Breinl. Eine Aussage über den Zeitpunkt der Präsentation kann das Museum derzeit nicht treffen, denn die hängt von den Fortschritten der Restaurierung ab. Ursprünglich hatte die Stadt Borna gehofft, den Fund bereits im Frühjahr dieses Jahres zeigen zu können.

Inge Engelhardt

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