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Caritas und Gemeinde bringen Sozialstation Deutzen gemeinsam in Schuss

Neukieritzsch Caritas und Gemeinde bringen Sozialstation Deutzen gemeinsam in Schuss

Mit einer Andacht und einem Kaffeetrinken ist am Freitag die umgebaute Sozialstation der Caritas in Deutzen eingeweiht worden. Das Haus trägt ab sofort den Namen „Caritas am Wasserturm“. Das ehemalige Wohnhaus wird jetzt komplett vom Wohlfahrtsverband genutzt.

Die Caritas-Station am Wasserturm in Deutzen ist seit 25 Jahren vor Ort und jetzt neu gemacht – kleine Andacht mit Pfarrer Dietrich Oettler zur Wiedereinweihung

Quelle: Jens Paul Taubert

Neukieritzsch/Deutzen. Mit einer Andacht und einem Kaffeetrinken ist am Freitag die umgebaute Sozialstation der Caritas in Deutzen eingeweiht worden. Das Haus, welches seit 1992, also seit einem Vierteljahrhundert, teilweise von dem katholischen Wohlfahrtsverband genutzt wird, trägt ab sofort den Namen „Caritas am Wasserturm“.

Gleich Anfang der Neunzigerjahre, daran erinnert sich die ehemalige Deutzener Bürgermeisterin Marika Novak, war das Wohnhaus zu einer Seniorentagesstätte umgebaut worden. Als solche wurde es aber offenbar nie genutzt. In den unteren Räumen, zu denen auch eine Küche gehörte, trafen sich einmal in der Woche die Senioren, außerdem wurden sie durch die Gemeinde für Familienfeiern vermietet.

Im Oktober 1992 nahmen Mitarbeiter der Caritas Sozialstation im Obergeschoss ihre Arbeit vor Ort auf. Sie bezogen sowohl das Schwesternzimmer als auch das Büro. Von dort aus fuhren die Krankenschwestern, Altenpflegerinnen, Pflegekräfte und Hauswirtschafterinnen zu ihren Patienten in Deutzen und den umliegenden Orten.

Als 2003 ein ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Landkreis Leipzig eingerichtet wurde, bezogen die Mitarbeiter ein kleines Büro neben der Sozialstation. Die Sozialstation wuchs von Jahr zu Jahr. Monatlich fanden Treffen Ehrenamtlicher statt und es kamen Ausbildungskurse zu ehrenamtlichen Hospizhelfern hinzu. Kurz: Es wurde eng.

Zudem entsprach das in die Jahre gekommene Haus mittlerweile ganz und gar nicht mehr den Ansprüchen des Leipziger Caritasverbandes, seiner Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, auch nicht denen der Senioren vor Ort und der Besucher. „Und es fehlte an Platz, um die professionelle Arbeit und Koordination des Ambulanten Hospizdienstes und seiner vielen Ehrenamtlichen zu ermöglichen“, sagt Fachbereichsleiterin Grit Riethmüller.

Seit 2015 bemühte sich die Caritas um die Anmietung des kompletten Gebäudes. Geschäftsführer Tobias Strieder und der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) sprachen auch über Umbaumaßnahmen. Der Verband und die Gemeinde einigten sich auf eine Kostenteilung, und so begann im Februar bei laufendem Betrieb die teilweise Sanierung. Das Anfang der 90er Jahre für die Tagesbetreuung eingebaute Bad wurde herausgerissen, Fußböden wurden großflächig erneuert, Wände gemalt und eine neue Küche eingebaut. Die Räume wurden mit neuen Möbeln ausgestattet, die Fassade gereinigt. „Bis zum letzten Tag arbeiteten Gewerke vor Ort, damit das Haus in neuem Glanz erstrahlen kann“, sagt Riethmüller. In dem neu gestalteten Haus können die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes nun ein großes Büro beziehen, das auch Platz für Besucher und Angehörige bietet. Ein weiterer Raum steht für Gespräche zur Trauerbegleitung zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Sozialstation erhalten ein neues Schwesternzimmer sowie Umkleidemöglichkeiten. Für alle gemeinsam gibt es einen großen, freundlichen Raum mit angrenzender Küche, der für Treffen, Kurse, Beratungen und Feierlichkeiten genutzt werden kann.

Derzeit arbeiten vier Koordinatorinnen und 45 Ehrenamtliche im Hospizdienst, die aktuell 30 Menschen begleiten. In der Sozialstation Deutzen sind 20 Frauen und Männer beschäftigt, die sich Tag für Tag um rund 100 Patienten kümmern.

Von André Neumann

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