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Borna Chance für den Stausee Rötha
Region Borna Chance für den Stausee Rötha
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14:41 19.05.2015

Das vor wenigen Tagen beschlossene Jahresprogramm legt den Fokus auf "Rötha-Süd" - ein zwischen Rötha und Kahnsdorf gelegenes Areal, das nach Ansicht des FV Entwicklungsbedarf hat. Schwerpunkt dabei bildet der Stausee Rötha, der stärker als bislang ins Bewusstsein der Bürger rücken soll. Im Übrigen werde auch die Gestaltung von Schlossareal und -park weitergehen, sagt der FV-Vorsitzende Walter Christian Steinbach.

Die Zeiten, in denen der 1939 bis 1942 angelegte Stausee zur gemütlichen Bootspartie einlud und danach in der Obstweinschänke eingekehrt wurde, sind zum Bedauern vieler lange vorbei. Der FV, der die Förderung von Rötha als Stadt des Neuseenlands in seiner Satzung festgeschrieben hat und die Einbindung der Stadt ins Leipziger Neuseenland unterstützen will, greift mit dem Projekt "Rötha Süd" diesen Gedanken auf. Die Bürgerschaft solle ein engeres Verhältnis zum Stausee bekommen, fasst der FV-Chef das Ziel zusammen. Dabei soll zunächst eine umfassende Kommunikation mit den Röthaern zu diesem Thema auf den Weg gebracht werden. Erst danach sollen Projektideen gewichtet, finanziell untersetzt und auf ihre Machbarkeit und Förderfähigkeit geprüft werden. Das Ergebnis der Diskussion ist völlig offen. Ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion zum Projekt "Rötha-Süd", ist für den 8. April im Mehrgenerationenhaus anberaumt. Dort geht es um die angedachte Verbindung von Stausee/Hainer See, die Schleuse als Bestandteil des Gewässerverbundes, und den Rundwanderweg. "Wir brauchen diese Verbindung. Dann wird auch die Obstweinschänke wiederbelebt", formuliert Steinbach diese "reale Vision". Ergänzend zu dieser Veranstaltung wird es am 20. Juni eine Rad- und Kutschfahrt "Rötha-Süd" geben, Fachleute wie Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung und/oder Regional­planer Andreas Berkner werden sich vor Ort ein Bild machen und in den Dialog einbringen. Fest geplant ist ein gemeinsames Fest mit den Stauseepiraten am 18./19. Juli.

Zu den weiteren Veranstaltungen gehören das "Parkfest der 1000 Kerzen" am 13. September, das auch an Erich Loest erinnern wird. Der Tag des offenen Denkmals widmet sich am 14. September dem Thema "Farbe". Für den 15. Oktober ist eine Neuauflage des Schlossgeflüsters geplant, Teil IV befasst sich mit dem Thema "Friedrich der Große in Rötha" - Helmut Hentschel hält den Vortrag. Im November wird es eine weiter Baumpflanzung geben.

Rötha erlebte 2013 im Zusammenhang mit der Erinnerung an 200 Jahre Völkerschlacht eine mediale Aufmerksamkeit ungeahnten Ausmaßes. Die Stimmung im Ort habe sich gewandelt. "Es gibt mehr Leute, die bereit sind, für ihre Stadt etwas zu tun", sagt Steinbach. Auf diesem Weg müsse aufgebaut werden.

Auch die Projekte rund um das ehemalige Schloss gehen weiter. Für den Schlosspark ist ein zweiter Bauabschnitt geplant. 2019 jährt sich der 50. Jahrestag der Sprengung des Schlosses - bis dahin sollte der geplante Ersatzneubau klarere Konturen angenommen haben. Der Freiherr Heinrich von Friesen stehe zu seiner Zusage, möglichst viel aus dem Besitz der einstigen Schlossherrn nach Rötha zu geben. Dafür ist die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung nötig - viel Arbeit für einen 27 Mitglieder zählenden Verein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2014
Saskia Grätz

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