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Borna Chefdirigent für Herbst angekündigt
Region Borna Chefdirigent für Herbst angekündigt
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14:01 19.05.2015
Das Leipziger Symphonieorchester, hier beim letzten Anrechtskonzert mit Frank-Michael Erben in Böhlen, erfreute in der vergangenen Spielzeit 29 000 Menschen mit seiner Musik. Quelle: Jens Paul Taubert

Die Suche nach einem neuen Chefdirigenten soll im Herbst abgeschlossen sein. Ende Oktober werde die Personalie feststehen, hofft der Geschäftsführer des LSO Hans-Ulrich Zschoch. Bis dahin müssen die Musiker ohne einen Chefdirigenten auskommen. Sie sind dennoch nahezu ausgebucht.

Ende Juni war Frank-Michael Erben, Erster Konzertmeister des Gewandhausorchesters Leipzig, nach fünf Spielzeiten verabschiedet worden. Auf eigenen Wunsch legte der gefragte Musiker dieses Amt nieder. Wer seine Nachfolge antreten wird, entscheiden letztlich die Musiker. "Bei uns gelten demokratische Regeln", sagt Zschoch. Nach einer Vorstellungsrunde von rund 20 Kandidaten, die jeweils ein 20-minütiges Dirigat mit dem Orchester absolvierten, seien nun noch sechs Männer im Rennen. Zwei, drei Konzerte stehen laut Zschoch noch aus, dann sollte eine mehrheitsfähige Entscheidung möglich sein. Zwangsläufig werde es in den nächsten Monaten etliche Konzerte mit Gastdirigenten geben, was aber kein Problem sei.

Das Orchester blickt auf eine erfolgreiche Spielzeit 2013/2014 zurück. Es gab insgesamt 78 Konzerte. Rund 29 000 Besucher erlebten Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Art. Zu den Höhepunkten dieser Spielzeit zählten neben den Anrechtsreihen in Böhlen, Borna und Markkleeberg die Konzerte in der Kreuzkirche Chemnitz, im Atrium Bad Birnbach, im Europarosarium Sangerhausen, im Gewandhaus zu Leipzig und im Konzerthaus Berlin.

Im September 2013 fand zum dritten Mal im Kulturhaus Böhlen eine Meisterklasse für Dirigenten mit einem abschließenden Konzert unter der Leitung von Professor Kurt Masur statt. Nach der positiven Resonanz soll es im September eine vierte Auflage des Kurses mit Masur mit einem Abschlusskonzert am 12. September im Lindensaal Markkleeberg geben. Der 87-Jährige hat, obwohl er gesundheitlich schwer angeschlagen ist, zugesagt.

Die Zusammenarbeit des LSO mit den Hochschulen für Musik und Theater in Leipzig und Weimar wurde kontinuierlich fortgesetzt und umfasst neben gemeinsamen Proben auch öffentliche Konzerte mit Studierenden und dem in Böhlen beheimateten Klangkörper.

Die 52. Spielzeit setzt Bewährtes fort: Es bleibt bei den jeweils sechs Anrechtskonzerten im Kulturhaus Böhlen, dem Lindensaal Markkleeberg und dem Stadtkulturhaus Borna. Auftakt ist am 7. November in Böhlen - unter dem "Leipziger Allerlei" erklingen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Johann Friedrich Reichardt.

In der kommenden Spielzeit wird es wieder Gastspielreisen geben, unter anderem nach Iserlohn, Mönchengladbach, Homberg und Frankfurt/Main. Die bewährten Schülerkonzerttage werden ebenso fortgesetzt wie die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs der Leipziger Hochschule. Musikalisch wird es keine Veränderungen geben. Die Stärken des LSO - ein breites Repertoire von Barockmusik bis zu Crossover-Geschichten - werden auch künftig ausgespielt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.08.2014
Saskia Grätz

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