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Christiane Fuhrmann ist nun Chefin des Kulturhauses in Böhlen

Neue Leitung Christiane Fuhrmann ist nun Chefin des Kulturhauses in Böhlen

Die Stelle der Kulturhausleitung in Böhlen ist seit Dienstag wieder besetzt. Neue Chefin im Haus ist die 39-jährige Christiane Fuhrmann aus dem Böhlener Stadtteil Großdeuben. Sie übernahm damit den Posten von Dietmar Berndt, der neuer Bürgermeister der Stadt ist. Ihre Stelle hat die dreifache Mutter bereits angetreten.

Die neue Kulturhausleiterin in Böhlen, Christiane Fuhrmann, hat sich den Stadträten vorgestellt und arbeitet seit Dienstag im Kulturhaus.

Quelle: Julia Tonne

Böhlen. Die Stelle der Kulturhausleitung in Böhlen ist wieder besetzt. Neue Chefin im Haus ist seit Dienstag die 39-jährige Christiane Fuhrmann aus dem Böhlener Stadtteil Großdeuben. Sie hat damit den Posten von Dietmar Berndt übernommen, der neuer Bürgermeister der Stadt ist. Zunächst war unklar, wann genau Fuhrmann ins Kulturhaus einzieht. Den Termin hatte sie den Stadträten und Bürgermeister Berndt (parteilos) am Donnerstagabend bei der jüngsten Stadtratssitzung mitgeteilt. Und gleich Glückwünsche mit auf den Weg bekommen. Jörg Wiltschko von der CDU-Fraktion und Berndt sprachen ihr zudem Mut zu. „Doch den habe ich, sonst hätte ich mich um den Posten nicht beworben“, machte Christiane Fuhrmann deutlich. Kultur und Kunst hätten in ihrem Leben bisher immer eine große Rolle gespielt. So gehören unter anderem 13 Jahre Erfahrung im Kinder- und Jugendchor des Leipziger Gewandhauses dazu. Zudem geht sie gern in die Oper und noch immer ins Gewandhaus. Vom Angebot im Böhlener Kulturhaus ist sie schon lange beeindruckt. „Das Haus muss sich keineswegs verstecken, das Angebot ist unglaublich vielfältig und zudem qualitativ sehr gut“, betonte sie. Das Haus sei für sie durchaus eine Konkurrenz zu den Leipziger Angeboten, zusätzlich gebe es einen guten Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr und kostenfreie Parkplätze. So vielfältig wie das Angebot sieht sich die 39-Jährige auch selbst. Sie mag beispielsweise gern klassische Musik, Lesungen und Ost-Rock.

Die Leitung mehrerer Mitarbeiter sei ihr nicht fremd, erklärte Fuhrmann. So leitete die 39-Jährige sechs Jahre lang eine Abteilung mit 34 Leuten im Gesundheitswesen. Dem voraus gegangen waren unter anderem ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Veranstaltungs- und Eventmanagement. Die ersten Wochen wird die dreifache Mutter nutzen, um sich einzuarbeiten, aber auch, „um das ein oder andere auf den Prüfstand zu stellen“. Denn auch das gehöre zukünftig zu ihren Aufgabenfeldern. Fuhrmann ist sich sicher, die neue Herausforderung zu meistern. Hilfe bekommt sie unter anderem aus ihrer Familie, damit sie die zahlreichen Abendveranstaltungen begleiten kann. Die 39 Jahre alte Großdeubenerin hatte sich unter 15 Bewerbern durchgesetzt. Die Entscheidung fiel schon im Oktober in der Gesellschafterversammlung der Böhlener Kulturbetriebs GmbH, die zu hundert Prozent ein Unternehmen der Stadt Böhlen ist.

Derzeit liegen sowohl im Rathaus Böhlen als auch im Kulturhaus Unterschriftenlisten für den Erhalt des Leipziger Symphonieorchesters aus. „Das Gutachten, das die beiden Orchester, also das LSO und Bläserphilharmonie in Bad Lausick, auf den Prüfstand gestellt hat, kommt zu dem Schluss, dass die Auflösung eines Orchesters durchaus denkbar ist“, erklärte Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) in der Stadtratssitzung. Deshalb gebe es jetzt die Listen, auf denen sich Freunde des LSO für dessen Erhalt aussprechen können. „Wichtig ist allerdings, dass nicht nur die Namen darauf zu sehen sind, sondern auch die Anschriften, sonst zählen die Stimmen nicht“, machte Berndt deutlich. Laut Stadtverwaltung liegen die Listen noch mindestens bis Ende des Jahres aus. Im Anschluss gehen sie an Landrat Henry Graichen (CDU), an den Landrat Nordsachsens, Kai Emanuel (parteilos), und an Ines Lüpfert, Kultursekretärin des Kulturraums.

Von Julia Tonne

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