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Borna Clemens Thieme als Besuchermagnet
Region Borna Clemens Thieme als Besuchermagnet
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19:22 23.01.2012
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. Insgesamt wurden im Museum 3200 zahlende Gäste gezählt, sagt Museumsleiterin Gabriele Kämpfner.

Für die Museumschefin ist Thieme so etwas wie ein exemplarischer Vertreter des Bürgertums in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts. Er wurde anno 2011 vor 150 Jahren geboren und stand deshalb durchaus folgerichtig im Mittelpunkt der Bemühungen des Museums, das im letzten Jahr eine personelle Durststrecke zu bewältigen hatte. Zum Auftakt hatte es Mitte Mai anlässlich des Internationalen Museumstages eine historische Stadtführung gegeben, bei der die Folgen der Völkerschlacht konkret in Borna, etwa am Beispiel russischer Soldatengrabmäler, zu besichtigen waren. Die erfolgreiche Thieme-Schau fand ihre Fortsetzung in den Räumen der Heimvolkshochschule in Kohren-Sahlis.

Dennoch war sie keineswegs der einzige Höhepunkt im Musuem am Reichstor. So stand die Schriftstellerin Sophie Reuschle, die einst von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben wurde und auf diese Weise nach Borna kam, im Mittelpunkt einer Exposition im Frühjahr. Zu sehen waren auch die Scherenschnitte der Frau, die von 1891 bis 1982 lebte und nach dem Krieg in den Westen gegangen war. Besucher der Ausstellung, so Museumsleiterin Kämpfner weiter, waren auch die Enkel der Schriftstellerin.

Bis in diese Wochen dauert die Weihnachtsausstellung, die im Museum längst zu einer Tradition geworden ist. Bisher wurden in der Schau mit dem Titel „Mehr als ein Kartenspiel" etwa 400 Besucher gezählt, allein am zweiten Weihnachtsfeiertag 15, was für ein Haus wie das Bornaer Museum durchaus eine Größe ist. Dabei, so die rührige Museumschefin, hatten die Museumsmacher bei den Vorbereitungen einer Schau für die Zeit rund um den Jahreswechsel zunächst kein Glück. Ideen, Schnitzereien oder auch Scherenschnitte zu zeigen, zerschlugen sich. Mit Hilfe des Altenburger Schloss- und Spielkartenmuseums, kam dann die Ausstellung mit diversen Kartenspielen zustande, auf denen etwa bekannte DDR-Kinderbücher ebenso zu sehen sind wie berühmte Dichter und Denker oder Tiere. Damit schließt sich die aktuelle Weihnachtausstellung sozusagen nahezu an die Schau vor Jahresfrist an, in der das Museum anlässlich seines 75-jährigen Bestehens selbst zum Thema geworden war.

Nikos Natsidis

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