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Borna Coca-Cola-Truck und Eisenbahn in Lobstädt
Region Borna Coca-Cola-Truck und Eisenbahn in Lobstädt
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13:12 28.12.2009
Lobstädt

Schon zu DDR-Zeiten war er eine Geheimadresse für handgefertigte Kerzenständer, Räuchermännchen und Pyramiden. 1978 begann der gelernte Maurer den ersten Kerzenständer zu drechseln. „Ich hatte mir eine Maschine dafür besorgt“, erzählte er. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda sprach es sich schnell herum, dass Friedel sein Handwerk versteht. „Mein Mann richtete sich im Keller unseres neu gebauten Hauses eine Werkstatt ein“, erzählte Gisela Friedel, die ihren Mann bei der Herstellung von Pyramiden vor der Wende zur Hand ging.

„Mein Mann kam mit dem Bauen gar nicht hinter her. Unsere Pyramiden wurden viel in den Westen geschickt“, erklärte sie. Seine erste Pyramide, die 1,70 Meter groß ist, steht jedoch im Garten ihres Sohnes Ronny in Borna. Sie selbst besitzen noch in der Stube eine Pyramide, die es auf stolze 1,60 Meter bringt. Mittlerweile bastelt der Lobstädter vor allem für sich und seine Familie. „Wir haben vier Kinder und zehn Enkelkind“, sagte die 66-jährige Gisela Friedel nicht ohne Stolz. Sie war genauso wie ihr Mann viele Jahre im Bergbau tätig. Die Lobstädterin arbeitete als Dispatcher und er als Gerätefahrer im Drei-Schicht-System. Deshalb können sie jetzt gut von ihrer Bergbaurente leben.

Unsere Enkelkinder freuen sich jedes Jahr, wenn sie den weihnachtlichen Garten sehen“, erzählte sie. Die Enkelkinder regen den 65-jährigen Hobbybauer an, so manches Neue in Angriff zu nehmen. So ist die Garteneisenbahn ein Blickfang der Ausstellung. „Diese entstand vor drei Jahren“, berichtete Erhard Friedel. Der heute 17-jährige Christian brachte eine kleine Eisenbahn mit und fragte seinen Opa, ob er diese nachbauen kann. Sein Sohn Tobias brachte 2000 einen Coca-Cola-Truck mit. Diesen baute der Lobstädter ebenso nach. Etwa 320 Stunden war er beschäftigt, um das Fahrzeug herzustellen. „Es ist mit 320 Lämpchen beleuchtet“, erläuterte der Hobbybastler.

Die Kinder des Ortes klingeln oft an der Haustür. „Wenn der Kindergarten kommt, muss ich die Eisenbahn fahren lassen“, erzählte der Lobstädter mit strahlenden Augen. „Ich habe dafür gesorgt, dass nichts passieren kann, wenn die Kinder neugierig etwas anfassen“, sagte er. So läuft die Gartenbahn mit Hilfe einer Batterie. „Ich konnte doch die Gleise nicht unter Strom stellen“, erklärte er dazu.

Cornelia Braun

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