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Damit Strom sicherer fließt, wird in die Ortsnetze investiert

Mitnetz Strom Damit Strom sicherer fließt, wird in die Ortsnetze investiert

Freileitungen verschwinden, Transformatoren werden ausgetauscht: Mitnetz Strom setzt die Erneuerung der Ortsnetze in der Region Borna/Geithain fort. Mehrere Hunderttausend Euro werden investiert. Damit setzt das Unternehmen seine Strategie der Netzertüchtigung fort.

Blick auf Eula, hier werden die Arbeiten in den kommenden Tagen abgeschlossen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna/Geithain. Zedtlitz und Plateka, Roda und Frauendorf, Theusdorf nicht zu vergessen: Mitnetz Strom setzt die Erneuerung der Ortsnetze im Jahr 2016 fort. Freileitungen verschwinden, die die Dörfer viele Jahrzehnte prägten, Transformatoren-Stationen werden ersetzt. Mehrere Hunderttausend Euro investiert das Unternehmen, eine Tochter des Energieversorgers EnviaM, in der Region Borna/Geithain. „Die Freileitungsnetze haben ihre Nutzungsdauer erreicht“, begründet Uwe Härling, Leiter der Netzregion Westsachsen, die seit Jahren schon verfolgte Strategie. Auf diese Weise sorge man für eine höhere Versorgungssicherheit.

All diese Bauvorhaben – das liegt in der Natur der Sache – muss das Unternehmen mit den Kommunen koordinieren. Nicht nur, weil oft die bisherige Straßenbeleuchtung, die in kommunaler Verantwortung liegt, erneuert werden muss. Vielfach ist die Verlegung von Erdkabeln im Straßenraum mit Straßenbau- und Kanalprojekten abzustimmen. Dabei, sagt Härling, bemühe man sich um einen planerischen Vorlauf von einem halben oder einem Dreiviertel Jahr: „Ziel ist es, dass möglichst bis zum August schon alle Maßnahmen des Folgejahres bekannt sind, die Kommunen Bescheid wissen und sich darauf einstellen können.“ Denn nur so seien sie in der Lage, Gelder in ihren Etatplanungen bereit zu stellen. Die Realität ist mitunter eine andere.

Größte Netzinvestition in der Region ist die in die Stromversorgung im Bornaer Ortsteil Zedtlitz, geplant von März bis Oktober, Kostenpunkt 340 000 Euro. Das betrifft Eichgasse, An der Schmiede, Hauptstraße, Dorfstraße und Platekaer Straße. Anderthalb Kilometer Freileitung werden durch Erdkabel ersetzt, 77 Hausanschlüsse erneuert. Die Stadt Borna zieht mit dem Straßenlicht mit. Im angrenzenden Plateka werden in ähnlicher Größenordnung Freileitungen in den Boden gebracht, 18 Hausanschlüsse ersetzt, Kostenpunkt 123 000 Euro, Bauzeit ebenfalls März bis Oktober.

In Roda werden ab sofort zwei alte Trafotürme am Dorfrand durch eine moderne Kompaktstation in der Ortsmitte ersetzt. Hier sind es 1300 Meter Mittelspannungs-Freileitung, die als Erdkabel verlegt werden, zudem 220 Meter Kabel für die Straßenbeleuchtung. Kosten 190 000 Euro. Die bisherigen Trafotürme biete man Naturschutzverbänden an, um sie als Quartier für Fledermäuse und Vögel zu bewahren, sagt Uwe Härling: „Wichtig ist, dass sich ein Träger findet.“ Das Unternehmen würde eine solche Lösung durch Baumaßnahmen unterstützen. Die alte Mittelspannungsfreileitung wird von März bis Oktober ebenfalls in Frauendorf ersetzt, die Erneuerung des Ortsnetzes inklusive, Kosten 100 000 Euro. An Stelle eines auf einem Betonmast installierten Trafos wird eine neue Kompaktstation gesetzt.

Im Geithainer Ortsteil Theusdorf wird der Ortsnetz-Ersatz mit dem kommunalen Straßenbau koordiniert. Die bislang am Dorfrand vorbeiführende Freileitung entfällt. An ihre Stelle tritt Erdkabel, verlegt in der zu erneuernden Dorfstraße. Die Straßenbeleuchtung hat die Stadt Geithain bereits erneuert. Geplante Bauzeit: April bis November, Kosten 80 000 Euro.

Durch Erdkabel ersetzt wird bis zum Sommer die Mittelspannungs-Freileitung zwischen Frohburg und Benndorf. Zur 130 000 Euro teuren Maßnahme gehört der Ersatz der Trafostation am Wiesenmühlenweg. Im Kohren-Sahliser Ortsteil Linda wird die Station, die das Ortsnetz mit Energie versorgt, um einen guten Meter höher gelegt – Konsequenz aus dem Hochwasser vom Sommer 2013, das die Station flutete, so dass sie zeitweise abgeschaltet werden musste.

Störungen häuften sich im vergangenen Jahr im Raum Eula. „Zwei Drittel aller Störungen werden durch unsachgemäße Tiefbauarbeiten verursacht“, sagt Netzbereichsleiter Härling. Deshalb habe man in der Ortslage Mittel- und Niederspannungskabel, aber auch Hausanschlüsse erneuert; ein Vorhaben, das in den kommenden Tagen abgeschlossen werde.

Das Thema Störungen ist Härling Anlass, bei Erdarbeiten größte Sorgfalt anzumahnen. Das betreffe nicht nur die großen in der Branche tätigen Unternehmen, sondern auch den Privatmann, wenn er zum Beispiel für neue Zaunsäulen Löcher gräbt. Immer wieder komme es vor, dass durch fehlende Sachkenntnis Schäden entstünden und Menschen sich in Gefahr brächten. Dabei genüge ein Blick ins Internet, um sich Informationen über Leitungsverläufe zu verschaffen – rund um die Uhr und kostenfrei. Man müsse sich online registrieren und bekomme die gewünschten Daten per Mail zugesendet. Der Link: www.mitnetz-strom.de/Netzkunden-Center/Plan-Schachtscheinauskunft.

Von Ekkehard Schulreich

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