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Borna Das Leipziger Symphonieorchester erobert nun auch China
Region Borna Das Leipziger Symphonieorchester erobert nun auch China
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00:18 22.07.2017
Für die Konzertreise nach China braucht das LSO noch Verstärkung aus anderen Orchestern. Quelle: Andreas Döring
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Böhlen

Von Böhlen in die weite Welt: Das Leipziger Symphonieorchester (LSO) reist nicht nur im Spätsommer nach Irland und England, sondern Ende des Jahres gar nach China. Im August und September steht die Europa-Tournee mit dem Musikproduzenten Albert Hammond auf dem Programm, im Dezember dann eine zweiwöchige Konzertreise durch das Reich der Mitte.

„Beides ist mittlerweile spruchreif“, sagt LSO-Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch. Allerdings falle die Europatournee mit Hammond, der bekannte Hits wie „It Never Rains in Southern California“ und „The Free Electric Band“ sang und weitere wie „One Moment in Time“ (Whitney Houston) für Kollegen schrieb, etwas kürzer aus als bisher angedacht. Aus der Route Böhlen–Großbritannien–Irland–Österreich–Schweiz fielen die zwei letzten Länder weg, über den Grund ist Zschoch nicht detailliert im Bilde – „bei den Großen der Musikszene ist so etwas immer schwer zu erfahren“, begründet er. Dennoch bleiben für die 35 mitreisenden Musiker genügend Konzerte übrig. Erste Station am 26. August ist die Parkbühne GeyserHaus in Leipzig, am 2. September geht es weiter nach Hamburg in die Laeiszhalle. Weitere Konzerte geben LSO und Hammond dann am 16. September in Dublin und vier Tage später in London. „Möglicherweise wird die ursprünglich geplante Tournee dann im nächsten Jahr stattfinden“, erklärt Zschoch.

Wenn es dann über Silvester nach China geht, reisen rund 55 Musiker mit – das LSO holt sich Verstärkung aus anderen Orchestern und von der Hochschule für Musik. Verzichten müssen die Profis allerdings auf ihren gewohnten Chefdirigenten Wolfgang Rögner. Weil dieser anderweitige Verpflichtungen hat, unterliegt die Leitung zum einen dem Dirigenten der Berliner Staatsoper und zum anderen einem Dirigenten der Leipziger Musikhochschule. Auch der Orchester-Wart kann zuhause bleiben, „die Chinesen wollen sich vor Ort selbst um alles kümmern“, sagt der Geschäftsführer.

Zwei Wochen wird das LSO in China unterwegs sein, acht Konzerte sind geplant. Und auch das Programm nimmt bereits Formen an, „denn die Chinesen kommen mit ganz bestimmten Vorstellungen auf uns zu“, macht Zschoch deutlich. So legen die Asiaten Wert auf einen Teil populäre Klassik, das Ensemble will daher unter anderem die Carmen-Suite und die Moldau spielen. Operetten haben ebenfalls das musikalische Herz der Nation erobert, von daher sei der Strauß-Walzer unerlässlich. „China ist für uns eine Premiere, da können selbst Profis noch aufgeregt sein“, so Zschoch.

Die neue Saison fängt für das Orchester bereits am Sonnabend, 12. August, an. Es lädt ab 19.30 Uhr zur slawischen Nacht ins Böhlener Kulturhaus ein. Karten gibt es bereits zum Preis von 15 Euro.

Von Julia Tonne

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